Guesthouse Pool

wohnen in Bangkok – Unterkunft / Hostel / Guesthouse günstig

Von wegen „Billigabsteige“. Die Unterkunft für den komfortbewussten Rucksacktouristen hat aufgerüstet. Die Klimaanlage ist inzwischen fast selbstverständlich. Einige Häuser in Bangkok verfügen gar über einen Pool, wie oben das D&D auf der Khao San Road. Solche Gimmicks kosten aber auch 20 Euro aufwärts pro Nacht für das Doppelzimmer (2 Personen).

Wohnviertel (für Touristen)

1. First Class

Im Innenstadtviertel türmen sich Hotels am Chao Phraya River auf (Oriental, Shangri-La, Royal Orchid…) und heißen zahlungskräftige Pauschal- und Luxustouris willkommen. Erlesener Komfort, Preise jenseits von Gut und Böse.

Wem das billige Guesthouse nicht ganz genügt, der kann in Bangkok auch im besten Hotel der Welt wohnen. – Dazu wurde das „The Oriental“ am Chao Phraya River gleich mehrfach gewählt.  Ab 300 Euro / Nacht zahlt man dafür gern!

2. Business Class

Die meisten Touris nächtigen in der Gegend um die  Sukhumvit Road. Von ein paar Billigbuden abgesehen eher mittleres bis gehobenes Preisniveau (ab 1.000 Baht). Einige Hotels vermieten ihre Zimmer dort auch stundenweise….

3. Holzklasse

Das Zentrum und erste Anlaufstelle für  Rucktouristen in Asien / Thailand / Bangkok ist in und um die Khao San Road (KSR) in Banglampoo, einem nördlichen Innenstadtviertel Bangkoks. Hier (vor allem in der Rambutree Road (auch: Soi Rambu Tri)) bieten zahlreiche Hostels bzw. Guesthouses überreichlich Zimmer an.

Ein Guesthouse ist eine Herberge ohne Hotellizenz. Viele Häuser sind eher schlicht, einige pflegen jedoch guten Hotelstandard.

Wie bereits erwähnt, steigt das Niveau von Komfort und Preisen seit Jahren. Für meine erste Übernachtung in einem winzigen, stickigen und vollkommen komfortfreien Hinterzimmer einer Tatoobude zahlte ich vor mehr als 15 Jahren 90 Baht. So etwas gibt es einfach nicht mehr. Inzwischen können 600 Baht als Preisuntergrenze gelten, auch wenn es hier und da noch günstigeres gibt.

Nach Banglampoo in die Khao San Road fährt ab dem Internationalen Flughafen von Bangkok der Airport Express Train in die City. Von da aus mit dem Taxi (an jeder Ecke) weiter.

Komfort in der Billigklasse

„Die meisten Lampen im Gang waren durchgebrannt. Naylor hatte Recht, wenn er den Kasten als Slum bezeichnete. Eine große Ratte fraß von einem Teller, den jemand vor einem der Hongs hatte stehen lassen. (…) Der Gang roch muffig nach Schimmel und morschem Holz wie ein Dachboden; die Luft war so dick, als liefe man durch feine Spinnweben. Nur Junkies und Rucksacktouristen konnten sich in so einer Atmosphäre wohlfühlen.“ (aus: Christopher G. Moore: „Nana Plaza“, Zürich 2001)

Was die Vorlieben von Junkies angeht, weiß ich nicht, ob Christopher G. Moore mit der obigen Schilderung eines Bangkoker Hostels richtig liegt; bei den Rucksacktouris liegt er daneben. Die erwarten inzwischen deutlich mehr Komfort als eine schimmelige Bretterbude bietet. Im Gegenzug sind die meisten aber auch bereit, mehr als die Backpacker der ersten Generation für eine Übernachtung zu zahlen.

Entsprechend spielen zahlreiche der ehedem verranzten Billigabsteigen in Bangkok inzwischen „Sternehotel“ und lassen sich den Zugewinn an Farbe, Sauberkeit und Service kräftig honorieren.

Dennoch scheinen Preise von etwa 600 Baht (ca. 15 EUR) fürs Zimmer günstig. Dass man/frau vor Jahren und vor der letzten Renovierung im selben Raum für 200 Baht nächtigen konnte, interessiert doch niemanden…

Brutalsparer freuen sich, dass es immer noch ein paar letzte Häuser der oben geschilderten Kategorie gibt. Aber sie sterben aus.

Nachbarn im Guesthouse

Im Film „The Beach“ spielt eine Anfangsszene in einem Bangkoker Guesthouse: Ein Schotte steckt seinen Kopf durchs Fliegengitter über der halbhohen Sperrholzwand ins Nachbarzimmer und nervt den dortigen Mieter. Hier liegt Hollywood richtig!

Sowohl Szenerie als auch die Szene sind authentisch. Allerdings lugte im Januar ’99 kein durchgeknallter Brite in mein Zimmer, sondern eine gelangweilte Französin, der das vermutlich heute noch hochnotpeinlich ist (hat mir – anders als im Film – keine Scherereien sondern eine Einladung zum Essen eingebracht).

Einfach Hinfahren und Glücklichsein!
(und vielleicht vorher durch eine Buchungs-App klicken)

In der Billigklasse bekommst du in einer der (gefühlt) 1.000.000 Absteigen rund um die Khao San Road in Banglampoo zu jeder Tages- und Nachtzeit meist problemlos ein Zimmer ab ca. 600 Baht.

Inzwischen buchen viele Traveller ihre Unterkunft mit Smartphone oder Tablet vorab. Das klappt meist bequem und problemlos. – Allerdings sind die begehrten Zimmer in den angesagten Häusern damit meist schon weg, wenn du live in der Road ankommst. – Somit wird es zunehmend Standard, sein Zimmer vorab zu buchen und somit kommst auch du irgendwann nicht mehr um die Onlinebuchereri herum. Noch (Frühjahr 2015) geht es konventionell vor Ort, aber irgendwann kippt es und das wird nicht mehr lange dauern.

In der Road selbst beherbergen etliche Häuser Gäste. Schau auch in die Seitenstraßen und -wege in der Umgegend der Road. Vor allem in der Rambutree Road (auch: Soi Rambu Tri oder noch anders geschrieben) und ihren Seitengassen, etwa 300 Meter nordwestlich der KSR, warten zahlreiche Häuser auf Gäste.

Insbesondere die guten und günstigen Häuser liegen ein paar Hundert Meter von der KSR entfernt.

Schau dich ruhig zunächst um. Oder nimm den erst-besten Laden, wenn du von der Anreise platt bist und suche am nächsten Morgen was Besseres (beste Zeit für Wählerische: 10 – 14 Uhr).

Karte Khao San Viertel

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