Klongs (Kanäle, auch „Khlong“) in Bangkok

Klongs (Kanäle)

Abb. oben: Das bewundert der gemeine Tourist auf einer Fahrt durch die Klongs mit dem Linienboot: Hinterköpfe vorn und an den Seiten die Planen zum Schutz vor der Sonne. Nur hin und wieder, wenn die locker vertäute Plane verrutscht, erhascht man einen Blick auf das pittoreske Ufer (oder auf rostige Spundwände).

Über die Klongs

Thailändischen Exportschlager: Weil sich die Kanäle in Bangkok als Abwasserkloake, Transportweg und vor allem als Touristenattraktion außerordentlich gut bewährten, wurden sie von etlichen anderen Städten nachgebaut. – So peppten etwa Venedig oder Amsterdam ihr Stadtbild nach Bangkoker Vorbild mit „Canale“ und „Grachten“ auf, weshalb diese Städte gemeinhin als „Bangkok des Westens“ gelten.

Ok, das ist historisch vielleicht nicht ganz korrekt… Korrekt ist jedoch, dass Bangkok von einem Kanalnetz durchzogen ist.

Khlong Saen Saep boat service

Auf dem Klong Saen Saep verkehren Schnellboote, ähnlich schwimmenden Linienbussen, nach Fahrplan.

Linien- und Fahrpläne sind allerdings für die meisten Westler ziemlich undurchsichtig. Zudem fällt es schwer, sich während der Fahrt zu orientieren. Die Aussicht ist durch Planen eingeschränkt, die vor der Sonne schützen. Zieht ein neugieriger Farang die Plane etwas herab, so zieht ein missmutiger Thai sie Sekunden später garantiert wieder herauf. Sonnenschutz ist für Thais eindeutig ein höheres Gut als guter Ausblick.

Daher werden auch Fahrten mit Touristenbooten angeboten, die sowohl einen freien Blick auf das Ufer als auch eine sichere Heimfahrt zum Ausgangspunkt der Tour bieten.

Eine Klongtour mit dem Touristenboot kostet mindestens 200 Baht, wohingegen ein Ticket mit den Linienboot inzwischen ab 10 Baht kostet.

Weil das öffentliche Linienboot um mindestens 96,5% billiger ist als das Touristenboot, weil es authentischer ist und weil der Fahrschein im typischen Thaiminator-Orange gedruckt ist, empfiehlt Thaiminator die Klongtour auf eigene Faust.

Ein Stadtplan von Bangkok, in dem die Klongs eingezeichnet sind, erleichtert die Orientierung ungemein. Wer auf der Fahrt durch die Kanäle die Orientierung verliert und an der Endstation nicht mehr weiß, welche Linie zum Ausgangspunkt zurück fährt, der nehme sich eben an Land ein Taxi oder Tuk-Tuk.

Einen Klongboot-Anleger unweit der Khao-San-Road namens Panfa Leelard findet man in Nähe des Golden Mount. Man geht von der KSR den Ratchadamnoen Klang am Demokratie Denkmal entlang bis zur großen Kreuzung an den Kanälen.

Die Linie führt bis in die Innenstadt Bangkoks. Die Haltestelle unweit des Siam Centers heißt Sapan Hua Chang.

Klongs im Test

1. Ist-auch-nicht-mehr-das-was-mal-war-Faktor

Noch immer sind die Klongs vor allem Abwasserkloake und Transportweg, – mitunter quetschen sich voll beladene Lastkähne mit gewagten seemännischen Manövern durch die engen Wasserwege.
Auch vereinzelte moderne, rostige Spundwände nehmen den Kanälen nicht ihren Charme.

Somit wirken die Klongs immer noch moderig, dreckig und eng. Ganz so, wie städtische Kanäle eben zu wirken haben.

Thaiminator gibt 5 von 5 Punkten

2. Muss-man-gesehen-haben-Koeffizient

Man sieht die Klongs ohnehin, wenn man Bangkok durchkreuzt.
Die Stadt ist nahe am Wasser und auf dem Wasser gebaut. Damit prägen die Wasserwege das Bild der Stadt.

Thaiminator gibt 5 von 5 Punkten

3. Einzigartigkeits-Beiwert

Auch andere berühmte Reiseziele wie Venedig und Amsterdam, aber auch Stockholm und sogar Hamburg werden wegen ihrer städtischen Wasserwege gerühmt.

Im internationalen Vergleich sind die Klongs in Bangkok allenfalls Durchschnitt.

Ein Kollege aus der Hansestadt meinte unlängst, die Hamburger Hafenrundfahrt mit der Barkasse sei interessanter als eine Klongtour in Bangkok. Dem mag Thaiminator (hauptsächlich Bangkok-, nur nebenbei Hamburgfan) allenfalls zögernd widersprechen…

Thaiminator gibt 2 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar