Königspalast (Grand Palace), Bangkok

Königspalast

Die ultimative Thailändische Sehenswürdigkeit. Der fette und prächtige Thailändische Prunkpalast als solcher. Genau so, wie auf den Reklamebildchen der Thailändischen Tourismuszentrale. Bangkoks steingewordenes Klischee sieht sich jeder an. Und jeder ist ergriffen.

Über den Königspalast

Neben dem eigentlichen Königspalast beeindrucken auf dem selben Gelände auch noch der Wat Phra (den die Abb. oben zeigt), mit dem Emerald Buddha, sowie mehrere weitere überschwänglich glitzernde und blinkende Gebäude wie aus dem Reiseprospekt.

Den Königspalast sieht sich praktisch jeder Besucher Bangkoks an. Jede Stadtrundfahrt, jede Reisegruppe steuert den Palastbezirk an.

Praktisch: Der ebenfalls prächtige und berühmte heilige Tempel Wat Po ist direkt nebenan. Der Klassiker ist das Double: erst der Palast, dann der Wat oder eben umgedreht. Dieser Doppelpack reicht den meisten für die gesamte Reise und ist akzeptiertes Alibi, den Rest der Reise nur noch faul am Strand abzuhängen.

Wer in oder um die Khao-San-Road beherbergt ist, erreicht den Palast bequem zu Fuß in etwa 15 Minuten. Wer den Weg nicht kennt, fragt irgendwen. Thais kennen den Palast – Bausteinchen Thailändischen Nationalstolzes – sowieso und fast alle Farangs waren auch schon da.

Königspalast im Test

1. Ist-auch-nicht-mehr-das-was-mal-war-Faktor

Natürlich nicht. Früher hat hier mal der König gewohnt. Nicht der jetzige, sondern seine Vorfahren.

Jetzt wohnt hier niemand, dafür tummeln sich hier Eisverkäufer, Ticketverkäufer und fotografierende Touristen. Und zwar alle auf einmal. Kann zwar nicht stimmen, wirkt aber bisweilen so.

Ich weiß, das erscheint mir, wenn ich da bin, nur deshalb so, weil auch ich gerade da bin.

Und weil das ein ebenso komplizierter Gedanke wie Satz ist, gibt es – grummel, grummel, nur lausig wenig Punkte!

Thaiminator gibt 1 von 5 Punkten

2. Muss-man-gesehen-haben-Koeffizient

Spontan wollte ich kurz und laut und deutlich „JA“ ins Internet schreiben.

Doch ich denke, wirklich exklusiv wäre es, den Palast nicht zu besuchen, wenn es einen nach Bangkok verschlägt. Sich statt dessen z.B. den Wat Ratchamahamata anzusehen. Das ist so eine Art kleiner Dorfkirche in einem Vorort von Thonburi, auf dem linken Ufer des Chao Phraya.

Den Mönchen dort würde das Lächeln aus dem Gesicht fallen, würde sich tatsächlich mal ein Tourist zu ihrem kleinen und unbedeutenden Tempelchen verirren.

Tut aber niemand.

Die Farangs sind nämlich alle im Königspalast und Wat Po. Denn die wiederum, so die herrschende Meinung, muss man unbedingt gesehen haben.

Da Thaiminator aber eine eigene Meinung hat und im Zweifel lieber exklusiv reist und daher eher den unspektakulären Wat Ratchamahamata ansteuert, gibt es auch diesmal nur wenig Punkte (zugegeben war ich natürlich schon im Königspalast. Wie alle anderen auch. Viermal).

Thaiminator gibt 2 von 5 Punkten

3. Einzigartigkeits-Beiwert

Am größten, berühmtesten, prachtvollsten. Meistfotografiert. In jedem Reiseführer. Auf jedem Plakat von Bangkok. Kennt jeder, der jemals in Bangkok war.

Bei aller Sympathie für den unscheinbaren Wat Ratchamahamata: Solche Tempelchen stehen in Thailand an jeder Ecke. Den Königspalast gibt’s nur einmal. Volle Punktzahl.

Thaiminator gibt 5 von 5 Punkten

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