Chao Phraya River, Bangkok

Chao Phraya

Den Chao-Phraya River sieht sich praktisch jeder in Bangkok an, – meist eher zufällig. Schließlich ist der Fluss eine der schnellsten Verkehrsadern der Stadt. Wer etwa preiswert und schnell von der Khao San Road in die Innenstadt will, sieht ihn notgedrungen. Dabei sind seine Ufer überaus sehenswürdig. Auch der Blick über den River – etwa vom Wat Arun auf die Seite mit Wat Po und Königspalast beeindruckt.

Über den Chao Phraya River

Der Chao Phraya ist:

  1. ein beachtlicher Fluss,
  2. üppig breit,
  3. tiefenverschmutzt,
  4. von sehenswürdigen Aussichten gesäumt und
  5. eine Hauptverkehrsader Bangkoks.

Über den River werden Touristen von Khao-San-Viertel, Königspalast und Wat Po im Norden der Stadt zur City im Süden gepumpt . – Eine Wasserstraße eben. Hier kommt man ebenso preiswert wie rasch voran, während sich der Straßenverkehr staut.

Eher beiläufig nimmt man die schönen Aussichten am Flussufer wahr. mehr zum Bootfahren in Bangkok.

Großes Kino

Besonders am späten Nachmittag und frühen Abends lohnt sich die Fahrt zwischen City und Khao San (der Anleger im Viertel heißt „Phra Artit“). Die rotgoldene Sonne beleuchtet die Tempel und Paläste entlang des Ufers effektvoll!

Wer mehr will, kann eine Fahrt den River hinauf zur alten Hauptstadt Ayutthaya buchen (in etlichen Reisebüros im Khao San Viertel). Die Fahrten beginnen sehr früh morgens. Abends ist man wieder zurück.

Wer einfach nur dem Fluss beim fließen zusehen will, kann das gut im Pra Sumane Park (hier ist die Karte dazu). Quirlige Schnellboote, wuchtige Schubverbände und kitschige Touristendschunken zerpflügen das Wasser. Vom Park aus sieht man die imposante Rama VIII Brücke, den ganzen Stolz der Bangkoker Stadtplaner.

Fakten zum Chao Phraya

Der Fluss beginnt im Nakhon Sawan im Norden Thailands am Zusammenfluss der Flüsse Nam (dt.: „Wasser“) und Ping und fließt durch die zentrale Tiefebene nach Bangkok, wo er in den Golf von Thailand mündet.

„Wie groß ist denn der Fluss in Bangkok?“ werde ich gefragt. „Ziemlich“, gebe ich unschlüssig zurück, „wie der Rhein…“.

Stimmt nicht! Der Chao Phraya ist durchaus an einigen Stellen breiter als Vater Rhein bei Düsseldorf, aber er ist ein Blender.

Der Rhein schiebt pro Sekunde 2.330 m³/s Wasser (Abfussmenge) in die Nordsee. Aus dem Chao Phraya strömt gerade mal ein Drittel, nämlich 883 m³/s in den Golf von Siam.

Er ist 372 Kilometer kurz, während der Rhein über 1.324 Kilometer fließt.

…übrigens: Bangkok ist seit 1782 Hauptstadt von Thailand (früher „Siam“). Zuvor residierte der König in Ayutthaya.

Chao Phraya im Test

1. Ist-auch-nicht-mehr-das-was-mal-war-Faktor

Der Flusslauf war früher sich selbst überlassen und je nach Hochwasserstand mal hier und mal dort. Jetzt ist er meist da, wo Wasserbau-Ingenieure ihn haben wollten.

Eine Veränderung, die mir aber besonders missfällt: Die Boote auf dem River haben jetzt keine hintere Plattform mehr, auf der man vor Jahren noch stehen und die Aussicht besonders gut genießen konnte. Dafür gibt es Punktabzug!

Thaiminator gibt 1 von 5 Punkten

2. Muss-man-gesehen-haben-Koeffizient

Unbedingst! Und wenn schon nicht zum Gucken, dann zum schnell-in-die-andere-Ecke-der-Stadt-kommen. Somit ist der Fluss eine völlig unvermeidliche Sehenswürdigkeit!

Thaiminator gibt 5 von 5 Punkten

3. Einzigartigkeits-Beiwert

Der Chao Phraya fließt durch die alte Siamesische Hauptstadt Ayutthaya und die neue Kapitale Bangkok. Welcher Fluss liegt schon an zwei Hauptstädten? Da kommt gerade noch die Donau (Wien und Budapest) mit, aber die braucht dafür 2.888 Kilometer. Der Rhein muss passen, Bonn hin, Bonn her.

Thaiminator gibt 4 von 5 Punkten

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