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Shopping in Bangkok

Das ist doch mal ein ganz anderes Mitbringsel für die Lieben daheim: eine lebensgroße Figur eines beliebten Thailändischen Mönchs (genau hinsehen: das ist kein Mensch, das ist Plastik!). Die wartet buddhistisch gelassen auf Kundschaft in einem von mehreren Fachgeschäften mit religiösen Gegenständen unweit der großen Schaukel.

Überhaupt mangelt es in Bangkok kaum an Buddhafiguren in allen möglichen Materialien, in allen Größen, Formen und Preisklassen.

Angebot & Nachfrage: Wie in allen Weltstädten bekommst Du auch in Bangkok einfach alles, – das Meiste zudem ziemlich günstig. Die Händler im Khao-San Viertel bieten alles an, von dem sie meinen, ein Farang hätte seine Freude dran. – Stimmt meist; nichts ist so hässlich und von so miserabler Qualität, als dass es nicht noch ein Englisches Girlie haben wollte. Straßenhändler wickeln ihre Geschäfte zunehmend professioneller ab. – Schnäppchen sind jedoch nach wie vor möglich.

Wo einkaufen?

Unzählige Straßenhändler repräsentieren das traditionelle Bangkok, üppige Einkaufszentren das moderne Bangkok. Touristen lieben beides. – Die Siam Paragon Shoppingmall war 2013 die weltweit meistgeknipste Location bei Instagram (vor dem Times Square in New York).

Die großen Einkaufspaläste (MBK, Siam Paragon, Siam Center, Siam Discovery Center) findest du am Siam Square. Die Malls sind riesig, protzig, meist eher teuer und versuchen sich in Glamour. Die Stars sind das Siam Paragon und das MBK.

Im Viertel rund um die Khao San Road kaufen Touristen gerne, ebenso in Chinatown und an der Silom und Sukhumvit Road.

Ansonsten findest du an jeder Ecke in Bangkok seltsame, kuriose, kitschige, großartige, lang gesuchte, nie gesuchte, alberne, fantastische, rätselhafte, nützliche, preiswerte, wertvolle, einzigartige usw. Dinge.

Siam Square - Paragon Shopping Mall

Siam Paragon bezeichnet sich selbst als den „Stolz von Bangkok“, beherbergt diverse Kinos, Bowlingbahnen und im Kellergeschoss ein Aquarium („Siam Ocean World“) mitsamt Haifischbecken und 4-D-Kino. Vor allem Asiatische Touristen aus Japan, China und Korea kaufen dort gern die vergleichsweise günstigen Luxusartikel, deren Preise aber immer noch über Backpackerniveau liegen. Allerdings sind die teuern Markenuhren dort eben echt.

Noch stolzer als ohnehin schon wurde der „Pride of Bangkok“, als Instagram die Mall zur weltweit meistfotografierten Location 2013 erklärte.

Siam Square - MBK Kaufrausch - Center

Bodenständiger, wuseliger und unübersichtlicher! Gibt es eigetlich einen Übersichtsplan des MBK? Oder eine Navi-App? – Gibt es offenbar beides, hilft aber nur bedingt, das MBK tendiert einfach leicht zum Chaos und wirkt dadurch etwas authenischer und asiatischer als die Nachbarschaft. Die Angebote sind weit hier weniger luxuriös, das Preisniveau ist etwas entspannter.

Webseite MBK

Jan mailt und empfiehlt: „Immer einen Tipp wert: das MBK-Shopping Center – alles auf einem Fleck und gut klimatisiert… 😉 Hier kann man getrost einen halben bzw. ganzen Tag einplanen.“

Chris mailt dazu: „Das MBK ist zwar eine spannende Einkaufsatraktion, aber es ist auch recht teuer. Selbst mit gutem Verhandlungsgeschick bekommt man eigentlich kaum anständige Preise. Hinzukommt, dass die einzelnen Händler sich scheinbar auf ein gewisses Preisniveau geeinigt haben und das auch geschlossen durchsetzten. Besser geeignet sind unter anderem Pratunam (vor allem für Kleidung), der Lumphini Nightmarket (ab 19:00) und der Weekendmarket. Nicht selten bekommt man dort auch ohne Verhandlungsgeschick von vornherein den halben MBK-Preis genannt.“

Nick schreibt dazu: „das stimmt. mbk center ist im vergleich zu den meisten extrem „teuer“ und die Händler lassen wenig mit sich handeln. ich bin begeistert vom weekend-markt!!!“

Chinatown

Die verschärften Dinge gibt es natürlich nicht im Touriviertel. Mit dem Boot (bis Anleger „Harbour Dept.“) auf dem Chao Phraya River erreichst du Chinatown recht zügig und findest dort eine erstklassige Auswahl Asiatischen Kitsches.

Besonders die Devotionalien der Chinesischen KP, die einige Läden feilbieten, sind unbedingt eine Empfehlung wert (etwa CDs – keine Raubkopien! – auf denen zarte Mädchenstimmen folgenden Text zur Melodie von „Jingle Bells“ singen: „Ho-Chi-Min, Ho-Chi-Min, bla, bla, bla, bla…“).

Gepflegte Abendunterhaltung versprechen auch die Videos von den Helden der KP: Deng Xiao Ping und Tschu Enlai schnebbeln 90 Minuten ununterbrochen. Das ist Hardcore!

Leider ist Mao derzeit etwas out. Die Fistelstimme des Großen Vorsitzenden begeistert immer wieder!

in Chinatown entdeckst du aber auch ausgefallene, traditionell Chinesische Gegenstände.

Wer auf Chinesische Medizin steht, wird hier die feinsten Kräutermischungen finden.

Khao San Viertel

Was immer Backpacker wollen, rund um die Khao San Road können sie es kaufen. Klamotten in fragwürdiger Qualität, Massgeschneidertes, raubkopiertes (virenverseuchtes), dazu Reisezubehör aller Art, Nützliches und Unnützes.

Sukhumvit Road

Unentbehrliches für Touristen gibt es nicht nur in Banglampoo rund um die Khao San Road. Auch an der Silom Road und der Sukhumvit Road bieten Händler auf der Straße gefälschte Klamotten, Uhren usw. für den markenbewussten aber finanzschwachen Farang. Insgesamt wird hier ein etwas gediegeneres Publikum umworben. Nicht die jungen hippen, eher die gesetzteren Marken werden hier gefälscht…

Handeln

Kaum ein Straßenhändler hat Festpreise. Auch in vielen Läden ist Handeln nicht nur möglich, sondern üblich und wird durchaus erwartet.

Faustregel: Frag‘ nach dem Preis („How much is it?“). Steht nirgends ein Preisschild, bekommst Du das Meiste für ca. 30 – 40% des Preises, der zuerst gesagt wird.

Bevor du mit dem Feilschen beginnst, stelle dir den Endpreis, den du zahlen willst (30%, aber maximal 40%, mehr nicht!) vor dem Inneren Auge vor und beschließe, keinesfalls mehr zu zahlen, egal was nun kommt (dein Gegenüber macht in der Zwischenzeit genau das Selbe und legt im Geiste einen Mindestpreis fest).

Fang‘ brutal niedrig mit 10% an. Dein Verhandlungspartner wird dich lauthals für verrückt erklären (in Wirklichkeit ist er selbst irritiert, denn die meisten Farangs fangen bei 30% an, weil das so im Kultreiseführer steht). Steigere um jeweils 2% (und nicht in 10%-Schritten!).

Du bekommst die Sachen für 30%. Wenn du in schlechter Form bist, zahlst du 40%. HÖRE BEI 40% AUF! Falls es nicht klappt, hast du zu hoch gepokert…

Letzteres ist kein Problem. Denn was einmal irgendwo angeboten wird, gibt es garantiert auch ein paar Meter weiter: Neues Spiel, neues Glück!

Und wenn Handeln gar nicht klappt: Ungefähr 1.000 Mal haben mich Asiatische Händler mächtig über den Tisch gezogen. Glücklicherweise habe ich das 984 Mal gar nicht bemerkt und 675 Mal sogar gedacht, ich hätte ein Super Geschäft gemacht. Dabei habe ich ein Prädikatsexamen in Ökonomie. Aber das ist beim Handeln egal.

Letztlich soll Handeln allen Beteiligten Spaß machen. Oftmals tut es das. Dann war es ein guter Handel. Finde ich jedenfalls…

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