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Reisetipps für Südindien

Unterkunft

In den Touristenvierteln und an den Stränden ist es meist einfach, ein Zimmer im Guesthouse, Hostel oder Hotel aufzutreiben. Die meisten sind unübersehbar und werben für ihre freien Zimmer (rooms vacant).

Wer aussieht wie ein obdachloser Neuankömmling wird oft angesprochen: "You need a room? I show you! Very cheap!" Weil jeder mit jedem verwandt ist und weil es Provisionen gibt, helfen viele Inder gern bei der Zimmersuche.

Üblicherweise bucht man Zimmer stets nur für eine Nacht und verlängert jeden Tag, wenn man will. Somit kann man sich ruhig von einem Schlepper etwas andrehen lassen, dort eine Nacht probeliegen und ggf. am nächsten Tag etwas Besseres suchen.

Zimmer

Wer Glück hat, bekommt ein Zimmer im Haus von Barbie und Ken! (frau beachte die bemalte Palme! - Am Varkala Beach ab 600 Rs)

Preise

Schlichte und komfortarme Zimmer ab 400 Rs.

Mittlere Komfortstufe und Klimaanlage ("Air Condition" / "AC") ab 1.000 Rs.

Komfort in einfachen Unterkünften

Meine Zimmernachbarn sind empört. Ein Discount ist ja wohl das Mindeste. Dafür sind sie nicht bereit, echte 400 Rupien für das Doppelzimmer zu zahlen. Der Skandal besteht im Wasser. Das ist nämlich nur auf der Werbetafel vor dem Haus warm und ansonsten kalt. Nein, natürlich nicht richtig kalt. Richtig kalt ist das Wasser in den einfachen Häusern in den Tropen nie, eher laukühl.

Dabei ist mir stets jedes Grad Temperatur willkommen, das sich nicht in den müden Strahl aus der Dusche verirrt. Je kühler, desto stellt sich diese Illusion kurzer Erfrischung ein.

Aber manche Touris erwarten in letzten Backpackerviertel in Indien für 400 Rs (etwa 6 Euro) pro Nacht eben den Komfort den auch das Oberoi in Mumbai für 400 Dollar bietet. Aber Hallo!

Nein, Backpacking ist auch in Indien keine asketische Erfahrung mehr. Die einfachen Unterkünfte sind leidlich sauber und ansatzweise komfortabel. Aber Wunder bietet die Bude für 400 Rs eben nicht.

Dabei haben: Handtücher und Betttuch oder Bettlaken

Essen und Trinken

Alkohol

Kingfisher Bier wird allenthalben eifrig beworben. Kaufen kann man es jedoch offiziell nur selten, in speziellen Alkläden und lizensierten Kneipen und Restaurants.

Inoffiziell bekommst du das Bier jedoch auch in vielen nicht lizensierten Kneipen. Grotesk auffällig unauffällig werden die Flaschen in Papier gewickelt und unter dem Tisch abgestellt. Getrunken wird aus undurchsichtigen Tassen aus Keramik. - Der Fusel ist damit unsichtbar und dennoch offensichtlich.

Curry (Marsala)

Curry: Gemüse, Fleisch und oder Fleisch werden mit Kokosmilch und Gewürzmischung (die heißt "Masala" und besteht u.a. aus: Cumin (Kreuzkümmel),  Knoblauch, Zimt, Nelken, Koriander, Kurkuma, Pfeffer, Ingwer und Chili) zu einem Eintopf gekocht. Dazu gibt es oft Reis oder Brot.

In Kerala wird der Begriff "Curry" praktisch nicht benutzt. Statt dessen preisen Menues eben Marsalas an. In Touristenkneipen kannst du den Schärfegrad oft wählen. - An Garküchen ist es immer scharf.

Chai

Eine Art Nationalgetränk: Tee mit Mich, Zucker und vor allem Gewürzen gekocht.

Kingfisher

Der Stolz Indischen Brauwesens. Ein leicht säuerliches und ansonsten eher flaches Lagerbier das überall angepriesen und nur selten ausgeschenkt wird (siehe Alkohol).

Brot

Frisch gebackenes Brot ergänzt das Hauptgericht und schmeckt manchmal noch besser als das:  Chapatti, Pappadum und Naan unbedingt probieren, - gerne mit Butter und Knoblauch gebacken.

 

Geld

Geld / Kreditkarte / Traveller Schecks tauscht du in Indien; etwa am Flughafen in Cochin oder bei Geldwechslern an den Stränden oder in den Touristenvierteln.

Währung: Rupie (auch "rupee", "Rs")

Tageskurs: 100 Rupien = Währungsrechner

Rupie

Tagesbedarf

Fürs Zimmer zahlst du mindestens 400 Rs pro Nacht. Plane aber vorsichtshalber 1.200 Rs ein, dann hast du genügend Reserven, um zu Not in teureren Häusern einchecken zu können.

An Garküchen bekommst du eine Masalla mit Reis bzw. Brot oder Somosas zum satt werden für 50 Rupies (oft auch weniger). In guten, einfachen Restaurants bist du mindestens das Doppelte los. - Plane also mindestens 350 Rs für drei Mahlzeiten ein.

Für Taxis, Boote oder Busse kalkuliere 200 Rs. - Das ist für Tagestransportkosten großzügig bemessen.

Ein paar Rupien plane noch fürs Internetcafe, einen Capuccino, Eis und weitere Getränke ein.

Rucksacktouristen, die zwar gut schlafen und essen wollen, aber nicht zu anspruchsvoll sind, kommen mit rund 1.800 Rs am Tag locker zurecht. - das sind etwa 30 Euro.

Trinkgeld

Trinkgelder sind nicht nur nett und höflich, sondern ein fester Bestandteil der Gehälter von Kellnern, Taxifahrern und kleinen Dienstleistern. 10 bis 20 % kannst du zu jeder Rechnung zu zahlen.

Weil die Preise immer günstig sind, brauchen wir nicht zu knausern und können unser Karma durch unsere Großzügigkeit verbessern.

unterwegs im Land

In andere Teile Indiens kommst du mit dem Flugzeug. Inlandsflüge buchst du in deiner Unterkunft oder in Reisebüros.

Gleiches gilt für die Bahn. Buche einen Zug vorab und buche die fahrt zum Bahnhof gleich mit.

Taxis...

sind für Touris das übliche Verkehrsmittel auf kurzen und mittleren Distanzen bis ca. 300 Km. Für Standardrouten sind die Preise festgelegt. Etwa kostet die Fahrt vom Flughafen in Chochin nach Fort Kochin 700 Rs.

Ambassador Taxi

Ambassador

So heißt das klassische Indische Taxi, - ein Nachbau alter Englischer Typen. Die Karre wirkt von außen komfortabler, als sie im Inneren ist.

"Ferrari"

So nennen die Chauffeure ihre Tuk-Tuk, dreirädrige Taxis, die innerorts verkehren. Preise sind Verhandlungssache und meist eher günstig.

Prüde

Baden am Strand ist für Inder ein sehr gedämpftes Vergnügen. Kaum bewegen sie sich auch nur ein paar Zentimeter im Wasser, trillerpfeift sie ein gestrenger Baywatcher zusammen.

Erstens kann jede Bewegung gefährlich sein. - Also Trillerpfeifen. Zweitens verrutscht das Handtuch über der Badehose beim Bewegen. - Trillerpfeifen - Oder es könnte bald verrutschen - Trillerpfeifen.

Inder stehen in voller Montur am Strand. WestlerInnen, die sich außerhalb abgegrenzter Westler-Beaches in Badehose, Badeanzug oder gar im Bikini tummeln, ziehen böse Blicke älterer Damen und geile Blicke der Indischen Jugend auf sich.

Innerorts Orten reichen knappe Shorts und Tops für missbilligende Reaktionen und teilweise Beschimpfungen.

 

 

thaiminatorInformation, Service & Unterhaltung für Backpacker im Süden von Indien. 
Eine Seite von www.thaiminator.de, der Seite über Rucksack - Reisen nach Thailand. 

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