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Ko Chang: Dschungel und
Strand im Südosten Thailands

Karte Ko Chang - Thailand

Geheimtipp???

Ko Chang sei einer der letzten Geheimtipps in Thailand, wird zuweilen noch behauptet.- Was angesichts der inzwischen weitgehend ausgebauten touristischen Infrastruktur und der zahlreichen Touristen auf der Insel doch zweifelhaft erscheint.

Nicht mehr geheim; wohl aber (noch) überschaubar: Den größten Teil der etwa 30 Kilometer langen und gebirgigen Insel überwuchert dichter, unzugänglicher Dschungel.An der Westküste säumen Bungalows und Ferienanlagen die Strände.

Es gibt praktisch nur eine ernstzunehmende Straße, die an der Küste fast geschlossen um die Insel herum führt. - An steilen Abschnitten mit haarsträubenden Serpentinen.

Ko Chang liegt im Golf von Thailand. Die Flutwelle des 26. Dez. 2004 war weit weg, am anderen Ende Thailands. Die Insel ist völlig verschont worden. Daher fahren nun zahlreiche Touris, auf deren Reiseplan ursprünglich "Phuket" oder "Phi Phi" stand lieber nach Ko Chang, was den Tourismus dort noch weiter anschiebt.

Ko Chang kurz & knapp

Ko Chang liegt im Golf von Thailand; im Südosten des Landes und in Sichtweite des Festlandes.

ca. 300 Km Luftlinie von Bangkok entfernt.

Hinkommen per Bus ab Bangkok (Khao San Road) ab ca. 250 Baht. Der Bus fährt etwa 8 Stunden. Dann mit der Fähre zur Insel übersetzen. Auf der Insel warten am Anleger Songtaus, die zu den Stränden an der Westküste fahren (siehe Bild oben rechts).

Länge: ca. 30 Km, Breite: max. ca. 15 Km.

Übernachten in Hütten und Bungalows direkt am Strand ab 450 Baht pro Haus am nördlichen "White Sands Beach". Preiswerter an den Stränden im Süden der Insel.

Reiseberichte aus Ko Chang, Nov. 2004

Zuerst das Pfeifen. Überall auf der Insel. Aus dem Dschungel. Liebestolle Insektenboys versuchen mit den Pfeiftönen süße Insektengirls anzugraben. Etwas abseits des Dschungels sind ähnliche Spiele bei Menschen zu beobachten.

Pfeifender Dschungel: Der erste Eindruck von Ko Chang, einer Insel im Südosten Thailands. Nach 8 Stunden Busfahrt sind wir heute hier angekommen. Es sind nicht mal 300 km Luftlinie von Bangkok. Wieso dauert die Fahrt so lange? (Der Bus ist zweimal um die Khao San Road gekurvt, doch das erklärt die lange Fahrzeit nicht).

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Das Pfeifen des Waldes klingt wie eine heißgelaufene Kreissäge. - Ein durchaus wahrscheinliches Geräusch in Thailand. Gebaut wird an jeder Ecke. Fast schon eine Binsenweisheit. Natürlich auch auf Ko Chang.

Baulärm gibt es hier auch, aber eben vor allem liebestolle Zikaden.
Überhaupt scheint Ko Chang erotisch sehr anregend: Unser Nachbar teilt sich den Bungalow gleich mit 3 Thaigirls. Es ist übrigens der billigste Bungalowpark am White Sands Beach: 450 Baht die Hütte, wenn man das Kokosgeflecht auf moderigen Pfählen so nennen will. Verglichen mit Ko Lanta ist das teuer, aber hier günstig. Wir müssen sparen; der Nachbar sowieso. Eben kam er mit 3 Flaschen Pepsi Twister an. Jede Gespielin bekam eine. Der Bursche muss alles drei- oder viermal kaufen. Kein Wunder, dass er nur den billigsten Bungalow bezahlen kann.

So viele Farangs mit Thaigirls im Arm auf einem Haufen wie hier habe ich in Thailand selten gesehen. Fast fühle ich mich mit meiner Deutschen Liebsten an der Seite stigmatisiert ("der hat wohl keine Thaifrau abgekriegt, bzw. kann sich keine leisten"). Glücklicherweise verursacht die mir keine Kosten (ihre Pepsi zahlt sie selbst).

Wir werden daher von der Billigbude in eine höhere Kategorie wechseln. Dort werde ich ich dann in Ruhe über das Phänomen der zahlreichen Multikulti-Beziehungen nachdenken.

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Nach einer Woche in Thailand sind wir endlich auch innerlich angekommen. Endlich schreiten wir so langsam über die (40 cm hohen) Bürgersteige der Insel, dass uns die Thais überholen.
Gestern hat uns allerdings niemand überholt. Da donnerten wir mit einer Honda Dream über den (löcherigen oder geflickten) Asphalt der Insel. Es gibt eigentlich nur eine Strasse auf Ko Chang, die an der Küste fast um die ganze Insel herum führt.

Auf machen Abschnitten ist die Strasse höchst anspruchsvoll. Fast senkrecht ragt die Strasse in die Höhe. Dafür stürzt sie hinter der Bergkuppe steil hinab. Achterbahn. Der 110 ccm-Motor der Honda gibt alles, ächzend scheppern die Ventile des kleinen Motors, während wir im ersten Gang mit Schritt-Tempo eine Steigung heraufeiern.

Dazu ist die Strasse auf noch kurvig und eng. Ich erinnere mich an keine Strasse auf dieser Welt, die ebenso viel fahrerisches Geschick erfordert.

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Wir wohnen jetzt am nord-westlichen White Sand Beach inzwischen in einem Bungalow für 600 Baht. Je weiter südlich man kommt, desto günstiger wird es. Am Ende der Strasse, am Südzipfel der Insel gibt es Hütten für 150 Baht. Zwischendurch haben wir auf der Fahrt Guesthouses und Buden für 300 Baht gesehen. Überhaupt ist es südlich des White Sand Beach weniger (aber immer noch) touristisch und etwas preiswerter.

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Mopedtour Nr. 2 auf Ko Chang: Diesmal sind wir schlauer und achten beim Mieten des Mopeds auf ein entscheidendes Detail: Scheibenbremsen!!! Dabei ist es an der Ostküste, an der wir diesmal gefahren sind deutlich flacher als letztens an der Westküste. Dafür gibt es dort feine Obstplantagen.

An einer haben wir eine mir bislang gänzlich unbekannte Zitrusfrucht gefunden. Die Rucksäcke haben wir mit mehreren Exemplaren gefüllt. "Som-oohh" heißt die Frucht, wie uns unsere Wirtin erklärte. Rückübersetzt aus meinem Sprachführer heißt das Ding auf Deutsch "Pomelo".

Die gibt es neuerdings in Deutschland im Aldi. Wie mir Micha per eMail mitteilte, ist die Pomelo eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit und kommt ursprünglich aus Israel und ist seit 1978 in Deutschland zu haben.

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Ko Chang 4

Ko Chang 2

Ko Chang 7

Ko Chang 1

Lageskizze Ko Chang

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Jürgen Scholz wünscht Gute Reise!