strand

Strand wie Sand am Meer: der Süden von Thailand

Millionen Reisende in Thailand können nicht irren: Fast alle wollen an den Strand. Kein Problem, denn Strände gibt es dort wie Sand am Meer, was möglicherweise doch wieder ein Problem ist, denn Inseln und Strände haben ihre ganz eigenen Charaktere. Das Paradies des einen ist der Alptraum des anderen. Zwar mag praktisch jeder zumindest einige Zeit in Sand und Sonne grillen, aber das ist schon der kleinste gemeinsame Nenner. Insgesamt gibt es drei Strandtypen:

1. Partying & Unterhaltungsprogramm abarbeiten

Der Tag hat bekanntlich 26 Stunden und die wollen prall gefüllt sein. Was ist unerträglicher, als einfach bewegungslos herumzuhängen? Ein Strand taugt nur dann etwas, wenn es dort auch Sport- und Actionprogramme gibt. Speedbootfahren und Tauchen sind das mindeste. Viele Menschen um dich herum sind keine Plage, sondern eine Herausforderung. Weil immer nur Strand auf Dauer zu eintönig ist und man dort doch möglicherweise auch mal zu Nachdenken kommen könnte, sollte genügend Abwechslung in der Umgebung angeboten werden. Abends wird anständig gerockt oder zu aktuellen Klängen gehüpft.

Ich verstehe schon, du willst nicht lange lesen, sondern endlich wissen, wo du so schnell wie möglich hin solltest. Phuket bietet in der Gegend um den Patong Beach das volle Programm. Ko Samui hält mit dem Chawaeng Beach locker mit. Es wird dich nicht stören, dass es auf diesen Inseln auch etwas ruhigere Ecken gibt, daran rauscht du ohnehin schnell mit dem gecharterten Motorrad vorbei.

Der Badeort Pattaya auf dem Festland besticht nicht gerade durch feinsinnige Architektur oder besonders pittoreske Landschaftsidylle, bietet aber munteres Entertainment und auch sonst die volle Packung.

Wen hauptsächlich die legendären Full-Moon Partys auf Ko Phangan nach Thailand locken, der fährt eben dort hin. Wer noch nie etwas von diesen Partys gehört hat, aber sich sonst für ein fortgeschrittenes Partyluder bzw. einen Profi-Partylöwen hält, sollte ebenfalls schleunigst dort hin und die Bildungslücke umgehend schließen.

Ko Phangan ist von der Nachbarinsel Ko Samui in etwa einer Stunde mit dem Boot erreicht. An den Partytagen herrscht reger Bootsverkehr zwischen den Inseln. Wer nicht Boot fahren möchte oder einfach zu faul ist, kann auch auf Samui feiern.

Übrigens dröhnen nicht nur auf Ko Phangan die Lautsprecher am Strand zu Vollmond. Fullmoonpartys arrangieren die Kneipenbesitzer inzwischen an jedem besseren Strand Thailands.

Bis 2015 lockten Veranstalter zu Black-Moon -, Half-Moon – und sogar zu Quarter-Moon Partys. Vermutlich waren auch schon 3/28stel-Moon Partys geplant. Ab 2015 gibt es auf Ko Phangan nur noch eine große Party. Aber irgendwo wird immer gefeiert.

Ko Phangan

Koh-Phangan-web

Ko Samui

Ko Samui

Phuket

phuket

Pattaya

Mopedunfall

2. Entspannen, allein sein und bloß kein Programm

Gibt es etwas Wundervolleres, als einfach in den Tag zu leben und herumzuhängen? Keine Pläne, keine Termine. Endlich die Bücher lesen, die schon seit Jahren im Regal warten und den Wellen dabei zusehen, wie sie auf den Strand laufen. Viele Menschen um Dich herum sind dabei eine Plage. Je ruhiger, desto besser.

Den wirklich unberührten, einsamen Thailändischen Strand entdeckt man wohl nur im Kino. Wo immer es auch nur etwas schön ist, ist bereits jemand. Doch es gibt auch in Thailand noch einige ruhigere Inseln und Küstenabschnitte.

Ko Chang galt lange Zeit als Geheimtipp für alle, die schöne Strände ohne viel Trubel suchen. Einige Publikationen und TV-Berichte preisen Ko Chang auch jetzt noch als abgelegen und völlig untouristisch an. Das ist eindeutig falsch, der Tourismus hat die Insel längst erschlossen, aber vergleichsweise entspannt ist es dort immer noch.

Geheimtipp ist Khao Lak auch schon lange nicht mehr. Vermutlich waren deine Nachbarn auch schon da. Dennoch ist der Ort und sind seine Strände ziemlich entspannt.

Ruhige Tage verbringt man auch auf Ko Lanta. Die Strände der Insel sind vermutlich zu lang, als dass jemals wirklich viele Touristen dort zusammentreffen könnten. Wem Lanta noch zu hektisch ist, der steuert von Ban Saladan, dem Hauptort der Insel oder von Krabi Town auf dem Festland die kleine Nachbarinsel Ko Yum an.

Und da ist dann garantiert überhaupt nichts mehr los: Wer auf Ko Bubu nicht zur Ruhe kommt (die Insel trägt ihren Namen zu Recht!), der findet nirgends Ruhe. Ko Bubu liegt wenige Kilometer östlich von Ko Lanta. Ein paar Hütten, ein Restaurant und Strand, – das war’s. Den meisten ist es hier zu langweilig. Aber vielleicht ist das genau dein Paradies. – Dann frage in Reisebüros in Krabi und/oder in Ban Saladan auf Ko Lanta!

3. Landschaft gucken

Die schönste Insel Thailands ist Ko Phi Phi. Nicht einmal eine Jahrhundert-Katastrophe kann daran etwas ändern.

Der schönste Strand des Festlandes ist Railey Beach bei Krabi. Inzwischen ist es dort vielleicht etwas zu voll. Doch wer sich an Raileys Phra Nang Beach knapp an die Wasserlinie stellt, vor all die Touristen, und auf die See hinaus sieht, kann noch immer eines der berühmtesten Fotomotive Thailands in aller überirdischen Schönheit bestaunen und dem höheren Wesen seiner Wahl danken, dass es so etwas geschaffen hat.

Überhaupt begeistert die maritime Inselwelt der Andamansee in der Provinz Krabi mit pittoresken Felsen und zahlreichen kleineren Inseln alle Landschaftsfreaks. Longtailboote mit laut aufgedrehtem Vierzylinderdiesel steuern Inseln und Strände an. Dass der Motor dröhnt und die Planken außerordentlich hart sind, nimmt jedoch kaum jemand wahr, der angesichts der Naturschönheiten den Mund vor Staunen nicht zu bekommt.