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Fragen & Antworten (FAQ) zu Thailand

Ist Selbst-reisen in Thailand kompliziert?

Absolut nicht! Es gibt ein überreichliches Angebot an Unterkünften, Transportmöglichkeiten und Reisebüros („Travel Informations“ bzw. „Travel Agencys“), – Alles zumeist preiswert und zuverlässig. Die Reise kannst du bequem vor Ort organisieren.

Überblick für Anfänger*innen

Welche Sprachen muss ich können?

Neben Thai ist die Verkehrssprache Englisch. Englischkenntnisse sind unumgänglich für Bäckpäcker, die auf eigenen Faust durchs Land ziehen. Ohne Grundkenntnisse im Englischen hast du Probleme. Perfekt muss aber niemand sein, mäßiges Schulenglisch genügt.

Mit Deutsch kommst du nur Touristengegenden zurecht, die hauptsächlich von Deutschen bevölkert werden, hier insbesondere Khao Lak.

Brauche ich ein Visum?

Wenn du maximal 30 Tage in Thailand bleibst und das auch durch ein Rück- oder Weiterreiseticket belegen kannst, brauchst du dich nicht vorab um ein Visum zu kümmern. Du bekommst es bei der Einreise (meist am Flughafen) in den Pass gestempelt. Fertig.

Willst du länger als 30 Tage bleiben, musst du vorab ein Visum beantragen.

mehr über Visa

Ist Thailand sicher?

Thailand gilt als sicheres Reiseland; Bangkok als eine der sichersten Weltmetropolen (von allen zwielichtigen Machenschaften, die dort angeblich abgewickelt werden, merken Durchschnittstraveller nichts).

Gewaltverbrechen an Touristen sind extrem selten. Berichte darüber sind zwar beunruhigend, aber schildern Einzelfälle und somit regelbestätigende Ausnahmen.

Das Risiko, Opfer eines Gewaltverbrechens in Thailand zu werden, ist nicht höher als in Deutschland oder Österreich.

Wie überall, wo sich Touristen häufen, ist jedoch mit Kleinkriminalität zu rechnen. Taschendiebe lauern auf Märkten und in Bussen auf leichtsinnige Touris; die Betrüger, die noch immer billige Steinchen als wertvolle Juwelen anbieten sind fast schon sprichwörtlich (und finden dennoch ihre Opfer).

Grundsätzlich gilt: Mit gesundem Verstand und etwas Wachsamkeit lassen sich die meisten Scherereien vermeiden.

Wohin sollte man in Thailand nicht reisen?

Die Gegend nahe der Malaiischen Grenze in den südlichen Provinzen gilt als unsicher. Hier geraten immer wieder mal Sicherheitskräfte und Aufständischen aneinander.

Die Kämpfe zielten zwar nicht auf Touristen; es besteht jedoch die Gefahr, eher zufällig in ein Scharmützel zu geraten.

Zu Scharmützeln und Gewalt im eher kleinen Stil kommt es gelegentlich auch im Grenzgebiet zu Burma (Myanmar) und Kambodscha (im Februar 2003 brach in Thailand kurz eine Kriegspanik aus, nachdem die Thailändische Botschaft in Phnom Phen, der Kambodschanischen Hauptstadt, von Aufrührern gestürmt wurde. Nach 2 Tagen war wieder alles OK.) Die betroffenen Gegenden liegen jedoch weit abseits aller Touristengegenden. Versehentlich gerät man dort nicht hin.

Immer wieder wird auch von Handgreiflichkeiten bei den legendären „Full Moon Partys“ auf Ko Pha-Ngan berichtet. Wer denen beiwohnen möchte, sollte sich beim Konsum von Singha und Ganja zurückhalten und einen klaren Kopf bewaren!

Berüchtigt ist in Bangkok die Gegend um das Rotlichtviertels mit den Patpong Roads. Tagsüber ist es dort zwar sicher, nach Einbruch der Dunkelheit kommt es dort und in der Umgebung hin und wieder zu Gewalttaten. – Trotzdem die Polizei dort regelmäßig patrolliert.

Bangkok gilt übrigens als eine der sicherten Weltstädte; Rotlichtviertel solltet ihr aber besser meiden. Allerdings sind die in Europa auch selten Orte des Friedens und der Barmherzigkeit.

Frauen allein in Thailand?

Für (alleinreisende) Frauen ist Thailand eines der besten Reiseländer. Spötter behaupten, das läge daran, dass die geilen Kerle ohnehin die ganze Zeit in sicherer Verwahrung sind. In Bordellen nämlich…

Zwar gibt es (selten) Übergriffe auf Touristinnen, zumeist in zwielichtigen Vierteln. Dort sind aber auch Männer nicht unbedingt sicher.

Gerüchte über finstere Gegenden sollten ernst genommen werden. Ansonsten werden Frauen in Thailand respektvoll behandelt.

Die Travellerinnen, die ich in Thailand traf, fühlten sich dort ausgesprochen wohl. Anmache von Thais gibt es praktisch nicht. Frauen, die zuvor allein in Südeuropa unterwegs waren, fanden es in Thailand überaus erholsam.

Wie ist das Klima?

Heiß! Fast immer und fast überall! Frag‘ nicht nach Zahlen oder Klimatabellen, die bilden das, was du Bangkok erleben kannst, ohnehin nicht ab.

30 Grad sind in Bangkok fast immer normal. In der heißen Zeit sind auch schon mal 40. Nachts kühlt es kaum ab, selten fällt die Temperatur in Bangkok unter 20 Grad. Dort herrscht IMMER Shorts-Shirt-Sandalen-Klima. Im Süden, nahe dem Meer, ist es nur minimalst kühler.

Am heißesten ist es zwischen April und Juni, am „kühlsten“ zwischen November und März. Juli bis Oktober ist Regenzeit. Die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten sind gering.

Allenfalls in den Bergen des Nordens kühlt es sich zwischen Dezember und Februar auch schon mal auf 10 Grad und sehr, sehr selten darunter ab.

mehr zu Wetter, Klima und Regenzeit

Wann ist die beste Reisezeit?

High Season: Die Meisten bevorzugen die „kühle“ Zeit zwischen November und März. Dann ist Thailand nicht ganz so heiß, dafür voller Touristen. Das Lieblings-Guesthouse ist dann ausgebucht; deine Nachbarn triffst du in Tempeln und am Strand. Alles ist dann etwas teurer. „High season“, so die lakonische Begründung.

Besonders voll ist es um Weihnachten und Neujahr.

Low Season: Zwischen April und Juni ist weniger voll und preiswerter, aber die Hitze kann bisweilen fast unerträglich sein. Wer jedoch in einer klimatisierten Herberge nächtigt, erträgt das gut. Schließlich kostet die dann auch deutlich weniger. Preisvergleich: Das sehr gute Doppelzimmer im Fasai Guesthouse in Khao Lak kostet in der Hauptsaison über 20 Euro. In der Low Season zahlte ich unter 10 Euro,

Rainy (oder „Green“) Season: Der Begriff „Regenzeit“ schreckt Viele ab. Daher bekommt ihr von Juli bis Oktober im Lieblings-Guesthouse immer ein günstiges Zimmer und deine Nachbarn triffst du auch nicht.

In der Regenzeit nach Thailand?

Für Viele ist das der Geheimtipp. Das Klima ist erträglich und es sind vergleichsweise wenig Touristen da. Fast nichts ist ausgebucht und das Preisniveau ist noch niedriger als ohnehin schon.

Regenzeit“ hört sich schlimmer an, als es in Thailand ist. Schwere Tropenschauer gehen zwar fast täglich runter und in Bangkok steht das Wasser auch schon mal 30 cm in den Straßen.

Es gibt jedoch nur selten Dauerregen. Meist ergießt sich der Himmel nachmittags ein oder zwei Stunden. Der Rest des Tages ist heiter. Mir haben Leute von schlimmsten Sonnenbränden während der Regenzeit berichtet.

Zudem ist es grüner – und damit für Viele landschaftlich noch schöner – als sonst.

Und es regnet auch außerhalb der Regenzeit in Thailand!

Muss man Zimmer vorab buchen?

Erfahrungsgemäß bekommst du stets ein Zimmer in Thailand. Auch in der Hauptreisezeit. Vielleicht nicht im Lieblings-Guesthouse, wohl aber drei Häuser weiter.

Zumindest in der Billigklasse war es bislang unüblich und unnötig, vorab zu buchen. Dank Internet und Handy, die das schnelle Reservieren auch unterwegs einfach machen, führen auch einfache Häuser inzwischen Reservierungslisten.

Weil zunehmend alle nervös in Thailand auf dem Smartphone durch Buchungsapps herumtouchen und sich immer früher etwas reservieren, solltest auch du rechtzeitig dein Telefon auspacken und mal schauen.

Allerdings sind noch nicht alle guten, coolen und günstigen Häuser in allen Apps gelistet. Wer sich nur auf das Netz verlässt verpasst oft etwas. Daher nicht die gesamte Reise vorplanen sondern nur die erste oder zweite Übernachtung am Zielort und sich vor Ort gelassen nach besseren und günstigeren Zimmern umsehen.

Zimmer in Thailand

Was sollte man mitnehmen?

Pass, Geld, Flugticket und sonst so wenig wie möglich!

Thailand ist heiß, auch nachts kühlt es nicht sonderlich ab, weshalb warme Kleidung unnötig ist. Jedes Kleidungsstück, das man nicht anziehen (und im Rucksack mitschleppen) muss, ist ein Segen.

Nur wer zwischen November und Februar in den Bergen im Norden wanden will, sollte Jacke und Sweatshirt dabeihaben. – Die werden aber auch dort nicht immer benötigt.

Seife, Zahnpflege, Deo, Fotofilme und weitere Dinge des täglichen Bedarfs bekommt ihr in Thailand günstiger als Daheim, – alle internationalen Marken. Die Versorgung in Bangkok ist welt-stadt-klasse, in allen Städten gut und nur in abgelegenen Nestern kann es zu Engpässen in der Versorgung kommen.

Was im Rucksack fehlt, kannst du in Thailand kaufen.

Wie sind die Preise?

Eher niedrig: Übernachtungen im anspruchslosen Guesthouse in der Provinz ab 200 Baht (5,00 EUR). In Bangkok ab ca. 500 Baht, auf den Inseln ab ca. 800 Baht.

Essen am Straßenstand, auf Märkten und in einfachen Restaurants ab 40 Baht (1 EUR). Dafür gibt es ein ordentliches Nudel- oder Reisgericht mit Gemüse und Fleisch.

Touristenrestaurants sind meist (mindestens!) doppelt so teuer, aber nicht unbedingt besser.

800 Km Busfahrt kostet etwa 250 Baht (8 EUR). Die Bahn in der Dritten Klasse ist etwa gleich billig. Die Zweite kostet mehr als doppelt so viel.

Gegenstände des täglichen Bedarf sind etwas günstiger als in Deutschland.

mehr zum Geld für/in Thailand

Was sollte man nicht tun?

„Wenn es in deinem Land illegal ist, so ist es das auch in Thailand“, klärt ein großes Plakat Touristen in Khao Lak auf.

Ich fasse das mal weiter: Verhalte dich in Thailand so, wie es in auch deinem Heimatland erwünscht ist. Eine gute Regel, die so praktisch überall funktioniert. Sei höflich, freundlich, geduldig und nett (bist du doch sowieso, oder?!). Dann musst du keine pieseligen Verhaltensregeln auswendig zu lernen.

Zumal manche Thais einige dieser Verhaltenstipps, die manche Reiseführern empfehlen, ziemlich weltfremd finden.

Thailändische Behörden verlieren jeden Humor, wenn es um Drogen geht! Finger weg!

Ungeziefer???

Auf meiner 6.Thailandreise habe ich in Bangkok dann doch endlich zwei echte Kakerlaken gesehen! Allerdings nicht im Zimmer, sondern auf dem Bürgersteig. Und husch – weg waren sie im Abwasserkanal.

Die Zimmer sind meist wirklich sauber. – Auch in Billigabsteigen. Da gibt es kein Ungeziefer, das ihr nicht auch zu Hause im Schlafzimmer habt… (ich hoffe, ihr habt dort keines).

Kakerlaken im Guesthouse sind wirklich rar… Ebenso andere Insekten. Außer Moskitos, – aber das ist ein Sonderthema.

Was ist ein "Farang"?

„Farang“ ist die Bezeichnung der Frucht Guave. In diesem Sinne wirst du dieses Wort aber nur selten in Thailand hören. Und du wirst es hören, – und oft bist du gemeint!

„Farang“ (oder auch „Falang“) ist weitaus gebräuchlicher als Bezeichnung für Westler. Über den Ursprung gibt es zahlreiche Theorien. Einige meine, es sei vom Chinesischen Wort für „lange Nase“ abgeleitet, andere meinen, es sei eine Verballhornung der Franzosen.

Egal, das Wort ist etwas respektlos, meist aber freundlich gemeint.

Böse und mitunter rassistisch gemeint ist „Farang Kee Nok“. Das heißt ausländische Hühnerscheiße und bezeichnet Westler, die sich bei Thais, wie auch immer, unbeliebt machen.

Übrigens nennen Thais Asiatische Ausländer „Kääg“. Das heißt „Gast“…

Marcel mailt dazu: „Richtig bedeutet dieser Begriff „Europäer“ er ist abgeleitet von „Farang set“ was Franzose übersetzt bedeutet. Es stammt aus der Zeit als Thailand um 1800 rum Land an die Kolonialmacht Frankreich abtreten musste.

Farang prasaat : Europäer bekloppt, durchgeknallt, bescheuert u.s.w
Farang baa : Europäer verrückt
Farang NGoo : Europäer dumm