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hier: Thaiminator-Startseite / Thaksin ShinawatraDer wahre Regierungschef in Thailand: Thaksin ShinawatraWarum denke ich stets an Silvio Berlusconi, wenn ich von Thaksin Shinawatra höre oder lese? Etwa, weil beide Männer die Medien ihres Landes kontrolliert und für ihre Zwecke genutzt haben? Oder weil beide gerne Gesetze erlassen haben, so wie sie es gerade persönlich brauchten? Oder weil beide ihren politischen Einfluss zu Gunsten ihres Privatvermögens nutzten? Aber trotz aller Parallelen, ein solcher Vergleich dieser beiden Politiker würde den armen Italiener vermutlich verunglimpfen... Thaksin (Asiatischer "Businessman of the Year" 1992) regierte als Ministerpräsident von 2001 bis September 2006. Angeblich haben ihm gekaufte Stimmen ins Amt geholfen. Eine gute Investition allemal, Thaksin gilt als reichster Thai. Sein letzter großer Deal war der Verkauf großer Teile seines Medienkonzern für rund 1,6 Mrd. Euro nach Singapur, der in Thailand für Proteste gesorgt, - nicht nur weil der Verkauf steuerfrei war. Menschenrechtler werfen der Regierung Thaksin vor, bis zu 2.500 Menschen mehr oder weniger willkürlich und ohne Gerichtsverfahren im Zuge des harten Vorgehens gegen die Drogenmafia ermordet zu haben. Ebenfalls sorgte Thaksins schonungsloser Kurs gegen aufständische Muslime in den Südprovinzen für Todesopfer und eine deutliche Rüge des Königs (die Höchststrafe in Thailand!). Als Demokrat ist Thaksin nicht berühmt. Kritische Medien hat er mit halbseidenen Begründungen verboten ("Radiosender stört die Flugsicherheit"); die auch bei Touristen beliebte "Bangkok Post" hat sich mehrere Klagen des ehemaligen Regierungschef eingefangen, - selbst Schuld, was muss sie auch ihn auch kritisieren... Kritische Thais werfen Thaksin und seiner Regierung Korruption vor. Zuletzt habe die Einrichtung des neuen Bangkoker Flughafens einige Regierungsmitglieder bereichert, was die Thailändischen Steuerzahler begleichen. Im September 2006 wurde durch einen Militärputsch die Regieung Thasksis gestürzt. Die Frage, ob ein demokratisch gewählter Regierungschef, wenn er denn demokratische Spielregeln verletzt, ganz undemokratisch weggeputscht werden darf, ist philosophisch überaus reizvoll. Thaksin selbst war während des Putsches in New York und lebte danach überwiegend in London. Doch egal, an welchem Ort sich Thaksin gerade befindet, in den letzten Jahren gelang es ihm stets, die Politik in Thailand entscheidend zu beeinflussen, wenn nicht gar zu lenken. Im Oktober 2008 hat der Oberste Gerichtshof in Thailand Thaksin in Abwesenheit zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs verurteilt.
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