Produkte aus Thailand

„Made in Thailand“ – typische Produkte

Produkte aus Thailand. Da denken viele zunächst an Kokosnüsse und Ananas. Doch in Thailand werden mehr Autos produziert als in Großbritannien, Frankreich  oder Italien (Fiat). Im Jahr 2014 war Thailand die Nummer 12 unter den Autonationen (vor den genannten Ländern, aber nach Mexiko). Das erstaunt niemanden, der schon mal an den endlosen Fabrikanlagen von Toyota, Nissan oder Honda außerhalb Bangkoks entlang gefahren ist.

Folgen der Flut in Zentralthailand im Herbst 2011: Canon und Sony konnten ihre neue Kameragenerationen nicht rechtzeitig ausliefern. Auf dem Weltmarkt verteuerten sich Festplatten und bestimmte Speicherchips. – Ursache: Etliche Fabriken namhafter Konzerne standen unter Wasser.

Zum ersten Mal bemerkte ein großer Teil der Welt, dass Thailand auch Industrienation ist. Thai-Marken sind zwar international eher unbekannt (wer kennt schon die Automarke „Thai Rung Union Car“?), aber Internationale Konzerne lassen dort gerne fertigen.

Typische Thai Produkte

Die globalisierte Industrieproduktion ist nicht unbedingt typisch für Thailand. Daher hier einige Spezialitäten des Landes. Einige dieser Waren erfreuen auch Reisende; andere eher nicht. Das Leben ist eben Geschmackssache…

Getränke in / aus Thailand

Trinkwasser

Die charakteristische Plastikflasche mit knapp einem Liter Wasser gibt es überall für 5 Baht zu kaufen und ist Dauerbegleitung der meisten Traveller.

3 – 5 Liter Flüssigkeit braucht der Mensch pro Tag. Bei Thailändischer Hitze auch schon mal mehr.

14.460.000 Touris waren 2007 für durchschnittlich 9,2 Tage im Land (Quelle: Wikipedia).

532.128.000 (fünfhundertzweiunddreißig Millionen) Flaschen pro Jahr gehen damit auf das Konto des Tourismus, wenn jeder täglich 4 davon trinkt.

Die Flasche wiegt 19 Gramm. So produziert der Tourismus allein durch Trinkwasserflaschen 10.110 Tonnen Plastikmüll.

Es sind wohl weniger ökologische Erwägungen, die viele Reisende zu anderen Getränken greifen lässt…

M-150

Ein Mann betritt einen Laden, kauft drei kleine braune Fläschchen, die locker in eine Faust passen. Das erste Fläschchen leert er gleich vor der Tür.

Die Szene kennst du und die Erklärung hast du auch griffbereit: Jemand muss seinen Alkoholspiegel wieder auf ein überlebensfähiges Level bringen.

In Thailand siehst du die Szene auch; das Zeug links ist heimliches Nationalgetränk. Allerdings schluckt der vermeintliche Säufer nicht Magenbitter, Mümmelmann oder Meisterjäger, sondern eben M-150.

Das Zeug schmeckt zwar auch verwegen, ist aber auch für entschiedene Gegner allen Alkohols voll kompatibel. M-150 dürfen sogar besorgte Mütter ihren Kleinen einflößen. Am besten, wenn die mal wieder träge und abgeschlafft sind. Denn M-150 ist ein Energy-Drink und verleiht Flügel. Die Kids wird der zarte Geschmack nach Gummibärchen erfreuen.

Bier

Zumindest ökologisch weniger bedenklich ist das Thailändische Bier. Die Glasflaschen werden immerhin recycelt.
(Manche Menschen leben in Thailand davon, Altglas und andere Wertstoffe aus Mülltonnen der Reichen zu fischen und weiter zu verkaufen.)

Der Marktführer heißt „Singha“, weiterhin gibt es „Beer Chang“, „Beer Leo“ und neuerdings „Beer Thai“.

– Allesamt ganz solide Lagerbiere, deren Qualität kein Grund ist, in Thailand ausländische Marken zu trinken. Bier gibt es meist in Flaschen, deren Inhalt mit 640 ml endlich mal nicht zu gering ist. Ab 40 Baht dafür im Supermarkt und in einfachen Kneipen.

Während Bier an einem Tropenabend noch als gepflegtes Getränk durchgeht, ist das nächste Gesöff von deutlich anderem Kaliber…

Mekong und Sang Sem - Thai Whiskey

Vom Thailändischen Whiskey hatte ich bislang kein Bild, da ich zu jeder Flasche stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 10 Metern eingehalten habe und für den  Grusel-Fusel nicht das Teleobjektiv auspacken mochte.

Zum Glück scheut Christian keine Gefahr und hat das Zeug nicht nur geknipst und uns das Foto geschickt, sondern auch empirisch in einer wissenschaftlichen Forschungsreihe die Wirkungen dieser Getränke erforscht. Manche schwören eben drauf; als Medizin oder eben als Brandbeschleuniger.

Die meisten Longdrinks und Cocktails in Thailändischen Bars bestehen überwiegend aus Mekong. Der ist nämlich billiger als Cola, Fruchtsaft oder …(das ist jetzt gelästert:)… Eis!

Essen und Genießen

Thai Zigaretten - Krong Thip 90

„Sammele alle tollen 18 Bilder und klebe sie in Dein Album!“
Lustige Sammelbilder schmücken die Packung der Krong Thip – und aller anderen Zigaretten in Thailand. Die einheimische Marke Krong Thip 90 liegt geschmacklich zwischen Attika und Ernte 23, preislich allerdings deutlich darunter.

In Thailand ist Werbung für Zigaretten verboten. Ein unscheinbares Schild – schwarz-weiss, höchstens DIN A 4 – muss reichen: „we sell cigarettes“. Mehr ist strafbar! Die Kippen selbst sind zwar nach wie vor überall erhältlich, werden aber verschämt unter der Ladentheke gehandelt.
Das nur so als Hinweis für alle, die immer noch behaupten, Thais seien allen Sinnesfreuden aufgeschlossen und in jeder Hinsicht „locker und entspannt drauf“.

Jetzt aber was für die AnhängerInnen vollwertiger Ernährung:

Instantnudeln und Tütensuppen

Viel gerühmte Thailändische Küche… Haben wir nicht alle geglaubt, Instandnudeln, 5-Minuten-Terrinen und Fertigsuppen seien im Westen von Nestle oder Unilever erfunden worden? Dabei stammen Instantnudeln ursprünglich aus Fernost, um genau zu sein aus Japan, aber auch in Thailand erfreuen sie sich größter Beliebtheit.

Manchmal muss es eben schnell gehen. Thailändische Hausfrauen und -männer greifen ebenso gerne zu fixen (Halb-)Fertiggerichten wie ihre Europäischen KollegInnen. Wer sich ein paar solcher Tüten für daheim kauft, sollte sich klar sein, dass auch Thailändische Tütensuppen beachtlich scharf gewürzt sind.

Jeder Thai-Supermarkt ist voll mit derlei Hochgenüssen. Unzählige kleine bunte Tütchen und Töpfchen. Heißes Wasser drauf, fertig!
Das als kleines Schlaglicht auf Thailändische Esskultur jenseits der romantisierenden Schwärmerei (die es natürlich auch auf dieser Internetseite gibt).

So, genug für heute, ich werde mir jetzt das Tütchen oben, das ich gerade gescannt habe, reinziehen.

Schmecken nämlich gar nicht schlecht, diese Thaitütensuppen.

Snickers, Thai Style

Schokojunkies haben in Thailand ein Problem. Doch, – es gibt Schokolade. Aber nur in ausgesuchten Läden und zu eigenwilligen Preisen. – Käufer sind ohnehin nur Farangs.

Wer sich fragt, warum Schokolade in Thailand kein Renner ist, dem empfehle ich folgenden Versuch: Kauft eine Tafel und steckt sie in für eine halbe Stunde in eine Tasche. Danach ist keine Tafel, sondern fettig-braune Matsche in der Tasche.

Thailändische Süßigkeiten müssen eben hitzefest sein. Das Thai-Snickers (siehe Bildchen oben) ist schokofrei; die Erdnüsse sind in betonharter Zuckermasse versiegelt, die mit herkömmlichen Mitteln nicht zu zerstören ist.

Thaikids schaffen’s trotzdem. Thai-Zahnärzte freuen sich über die Kunden.

Mekong und Sang Sem - Thai Whiskey

Vom Thailändischen Whiskey hatte ich bislang kein Bild, da ich zu jeder Flasche stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 10 Metern eingehalten habe und für den  Grusel-Fusel nicht das Teleobjektiv auspacken mochte.

Zum Glück scheut Christian keine Gefahr und hat das Zeug nicht nur geknipst und uns das Foto geschickt, sondern auch empirisch in einer wissenschaftlichen Forschungsreihe die Wirkungen dieser Getränke erforscht. Manche schwören eben drauf; als Medizin oder eben als Brandbeschleuniger.

Die meisten Longdrinks und Cocktails in Thailändischen Bars bestehen überwiegend aus Mekong. Der ist nämlich billiger als Cola, Fruchtsaft oder …(das ist jetzt gelästert:)… Eis!

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