Aus dem Reisetagebuch
Erfahrungen mit Geld in Thailand
 10 Baht = 2 EUR?
Thailändische
10-Baht-Münzen (Wert: 0,25 Euro) werden von Automaten anstelle von
2-Euro-Münzen geschluckt. Soweit ein unter Thailändern bekanntes
Gerücht. Natürlich nicht von Thaiminator überprüft, denn schließlich ist es
strafbar, seine Kippen in Europa mit Thaimünzen zu bezahlen. Daher kann
ich auch nur ausdrücklich davor warnen. Aber eine gewisse Ähnlichkeit
besteht schon, wie der Scan oben beweist...
(v.l.: 10 Baht, 2 EUR D / D / LUX)
Geschäftstüchtig
Glücklich grinsend huscht die kleine Verkäuferin mit den
Geldscheinen, die ich ihr gerade gegeben habe, über ihr Sortiment. - Ein
sicheres Zeichen, das es viel zu viel war. Mit der Geste beschwört sie
die Götter, ihr mehr Farang-Deppen
wie mich zu schicken, die Wucherpreise für ihre Ware zahlen. Mich lehrt
die Geste: 200 Baht war die frisch erworbene Sonnenbrille nicht wert.
Während der ersten Tage in Bangkok schützen weder langjährige
Thailand-erfahrung noch ein Prädikatsexamen in Ökonomie vor schlechten
Geschäften.
Dabei fühlte ich mich so sicher, hatte ich doch zuvor noch einen Tuk-Tuk
Fahrer von 160 auf 85 Baht runtergehandelt. Aber die Fahrt hätte ich
vermutlich auch für 50 Baht gekriegt. Und Eigentümer der Sonnenbrille
wäre ich wohl auch für 120 Baht geworden (oder ist das auch noch zu
viel?)
Trotz Liberalisierung des Rabattgesetzes: Deutsche haben keine tägliche
Übung im Handeln, Thais schon. Ein geldwerter Vorteil. 1:0 für Thailand.
Aber ich sehe es so: Für 2 Euro sind wir zu zweit quer durch Bangkok
gefahren; meine neue Sonnenbrille ist enorm cool und hat 4 Euro
gekostet. Und verglichen mit Bangkoker Straßenhändlern bin ich reich,
reich, reich!
Bank Holiday
An
einem
mir
unbekannten
Malaiischen Feiertag,
kam
ich
mit
dem
Nachtbus
aus
Thailand
in
Kuala
Lumpur
an
und
wollte
Schecks
einlösen...
Schade:
ohne
Kreditkarte
musste
ich
Dollarnoten
zu
einem
brutalen
Wucherkurs
bei
einem
Schwarzhändler
tauschen. -
In
Thailand
ist
das
etwa
zu
Sonkran
(14.
April)
auch
nicht
anders...
Majestätsbeleidigung
Es grenzt übrigens an Majestätsbeleidigung, auf eine herabgefallene
Münze oder einen Geldschein zu treten. Schließlich schmückt das Antlitz seiner hochverehrten
Majestät,
König Bhumiphol
Adulyadejdie alle Scheine und Münzen. Wer also in Thailand auf Geld tritt, tritt
symbolisch dem König auf den Kopf. Das wiederum mögen die meisten Thais
überhaupt nicht.
Preispolitik
An einem Straßenstand kaufen Thaikids schwarzen Reis mit
Kokosmilch für 30 Baht. Sieht gut aus, will ich auch.
Ich bestelle eine Portion und reiche der Verkäuferin 30 Baht. Die
schüttelt den Kopf: "50 Baht!". Ich weise sie auf ihren
Irrtum hin. Die Frau lächelt: "50 Baht, - Farang 50 Baht!"
"kundenorientierte Preisbildung" steht dazu im
Marketinglehrbuch. Der Reis ist lecker und letztlich immer noch wirklich billig.
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