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Moskitos:
Plagegeister in Thailand

Pfeil Vorbeugen gegen Stiche von Moskitos
Pfeil Nach dem Stich (Wundpflege)

 

Tödlicher Hunger

Du hast den ganzen Tag verschlafen und jetzt, am frühen Abend, quält Dich der Hunger, dass es kaum auszuhalten ist. Von irgendwo in der Nähe, nur ein paar Ecken weiter, weht der Geruch Deines Lieblingsgerichts herüber. Du machst Dich auf, in Richtung des immer stärker werdenden Essensgeruchs. Als Du um eine Mauerecke biegst und endlich die Garküche siehst, bist Du fast verrückt vor lustvollem, gierigem Hunger.

Du verharrst für einen Moment und sondierst die Lage: ein Mann an einem Wok, eine Frau, die Gemüse schneidet, sowie mehrere Menschen an klapprigen Tischen. Du bewegst Dich zu einem der Tische, wählst aus den angebotenen Speisen, setzt Dich und stichst deinen Rüssel in ein Menschenbein. 

Mag sein, dies ist das Letzte, was Du erlebst. Mag sein, einen Sekundenbruchteil später sagt ein Mensch etwas wie "Scheißmoskitos" und schüttelt Deinen vermatschen Körper von seiner Hand. 

Dennoch Respekt: Du bist weiblich, gerade mal zwei Milligramm schwer, höchstens zwei Zentimeter lang und lebst nur ein paar Tage. Trotzdem jagst Du riesengroßen Menschen Angst ein. Sie verrammeln ihre Zimmer und schalten Deinetwegen das Licht aus, packen sich ein wie Mumien, schmieren sich mit allerlei Essenzen ein, die Du nicht magst, und schlagen hysterisch um sich, wenn sie dich nur sehen oder hören. 

Chapeau, kleines Moskito!

Man könnte es auch so sehen: Ein Mensch kann ein Moskito mit einem Handstreich umbringen; eine Stechmücke kann bei einem Menschen für einige Stunden Juckreiz bewirken. Aber so sehen wir es nicht. 

Neben aufdringlichen Tuk-Tuk Fahrern sind Moskitos Vielen die größten Plagegeister in Thailand. Möglicherweise wäre der Juckreiz noch heldenhaft zu ertagen, schlimmer ist, das einige Moskitos durch ihren Stich die Erreger von Gelbfieber, Dengue-Fieber und  Malaria übertragen können. Diese Krankheiten sind mitunter tödlich und sind wirklich nichts, das sich heldenhaft ertragen lässt.

Wann und wo Moskitos stechen

Moskitos gibt es überall in Thailand. Aber nur die wenigsten übertragen Malaria. Blöderweise erkennt niemand genau welche.

Moskitos brüten an Seen, Teichen, Flüssen und vor allem in Sümpfen, mithin in Feuchtgebieten. - Klar, dass es in deren Nähe mehr Stechmücken gibt als in trockenen Gegenden. Brutreviere gibt es in Thailand reichlich. Auch in Bangkok legen unzählige Moskitos ihre Eier in brackigen Seitenarmen des Chao Phraya Rivers und in den zahlreichen Klongs (Kanäle).

Die Weibchen benötigen Proteine, um ihre Eier zu bilden. Diese Proteine entziehen sie dem Blut ihrer Opfer. Mückenweibchen stechen also - ganz fürsorgliche Mütter - für den Nachwuchs. Die Männchen sind übrigens Vegetarier und ernähren sich von Pflanzensäften.

Moskitos stechen vorzugsweise während der Dämmerung, nach Sonnenuntergang und am frühen Abend. Das bedeutet leider nicht, dass man zu anderer Zeit sicher ist. Die Tiere fliegen gern auch nachts Angriffe auf Schlafende.

Xenia aus Bern mailt dazu:

"Es gibt auch Moskitos, die am Tag stechen und das sind genau die, welche Dengue übertragen. Die sind Tag- wie auch Nachtaktiv (leider hat man nie Ruhe)."

Nur die Art "Anopheles" kann beim Stich den Erreger von Malaria übertragen. Die meisten Moskitos sind in dieser Hinsicht harmlos. 

Die Gebiete nahe der Grenze zu Myanmar (Burma) und Kambodscha gelten als eher bedenklich; Bangkok, der Süden und die Gegend um Chiang Mai gelten als malariafrei. 

Aber: Macht wirklich jede Malariamücke einen Bogen um eine Ferienanlage, nur weil irgendein Reiseführer schreibt, dort kämen sie nicht vor?

Thomas mailt dazu:

"Anopheles ist ein Gattungsname, kein Artname.

Unterschiedliche Mückenarten der Gattung Anopheles übertragen auch unterschiedliche Malaria-Arten."

Sarah mailt:

Wir waren den Juni über in Thailand, also in der sog. Regenzeit. In Bangkok hatten wir keinerlei Probleme. Auf Ko Tao (im Golf von Thailand) sind wir dann quasi verspeist worden. Egal zu welcher Tages/Nachtzeit. Gerne auch durch die Kleidung oder durchs Moskitonetz. Natürlich haben wir uns immer gründlich mit Sketoline o. eingesprüht aber richtig lange hat das auch nicht geholfen. Die Stiche haben schlimm gejuckt: Tigerbalm hat aber zumindest kurzfristig geholfen, selbst wenn es nicht hilft hat man zumindest das Gefühl, etwas gegen den Juckreiz getan zu haben.

Dafür haben wir aber auch mitten im "Urwald" nahe dem Meer gewohnt und eine tolle Zeit verbracht. Die letzten Stichwunden sind längst abgeheilt, erholt & glücklich über einen großartigen Urlaub sind wir immer noch;)

Die biologischen Infos über Moskitos habe ich aus der Wikipedia

klick hoch

 

Moskitomittel

Das (und noch viel mehr, siehe unten) empfehlen unsere Leser: Sketolene (gibt es auch in grün) und OFF. Erhältlich in jedem 7-Eleven und sonstigen Supermarkt in Thailand.

 

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