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Inlandsreisen in Thailand buchen

Reisebüros in Thailand – („Travel Agency“ oder „Travel Information“). (Weiter-)Reisen, Touren und Ausflüge buchen.

Das typische Reisebüro in Thailand beherbergt auch eine Kneipe und ein Internetcafe. Oder beherbergen Kneipen und Internetcafe stets auch ein Reisebüro? Egal, Reisen kannst du in Thailand fast an jeder Ecke buchen.

Travel Agency

Du bist in Bangkok und willst nach Ko Samui? Oder von Krabi nach Kuala Lumpur? Kein Problem! Wo es in Thailand Touristen gibt, gibt es Reisebüros, die sich meist „Travel Informations“ oder „Travel Agencys“ nennen.

Hier kannst Du Trips per Bus, Bahn, Schiff und Flugzeug zu jedem Ort in Thailand, den Nachbarländern und weltweit buchen. Wer also in Thailand weiter kommen will, der suche ein Reisebüro auf.

Das typische Thailändische Reisebüro ist ein kleines Büro in einem Ladenlokal. Zur Standardeinrichtung zählen zwei PCs mit einer Patina aus Smogablagerungen, mindestens fünf Telefone, noch weitaus mehr Stapel bunten Papiers und zwei nette Mädchen, die dies alles, und nebenbei sogar noch die Kunden, bedienen.

Augenfälligstes Merkmal sind allerdings bunte Plastiktafeln, auf denen mit Eddingstift Reiseziele, Abfahrzeiten und Tarife geschrieben sind. Ebenfalls schmücken tintenstrahlgedruckte Zettel mit allen möglichen Angeboten den Raum (natürlich mit WordArt-Überschrift und den unvermeidlichen ClipArts aus dem raubkopierten Microsoft Office): „Daytrip to Elephant Camp 250 Baht“ oder „Angkor Wat – 3 Days Package – 8.000 Baht“. Mehr oder weniger ausgeblichene Fotos vervollständigen die Angebote.

Auch die ungemein wichtige Urkunde, die beweist, dass der Laden offizieller Agent von Andaman Air ist, fehlt selten.

Reisebüros im Thaiminator Test

Es waren viele Trips, die ich in Thailändischen Reisebüros gebucht habe. Mehrmals nach Krabi, Chiang Mai, Bangkok und zu etlichen weiteren Zielen im Lande; und nach Kambodscha, nach Laos und nach Malaysia.

Hat immer problemlos geklappt. Schlechte Erfahrungen? – Keine! D.h. fast keine. Immerhin bin ich stets günstig in angemessener Zeit dort angekommen, wo ich hin wollte.

Ein paar – eigentlich unbedeutende – Nicklichkeiten gab es schon. Dazu mehr unten.

Mehrmals bin ich mit dem etwas verrufenen Reiseveranstalter „Songserm“ gefahren. Jedes Mal problemlos.

Joint Tickets (das Kombiticket)

Logistisch gesehen sind Touristen einfach nur Stückfracht und entsprechend werden sie nach den Regeln logistischer Effizienz verfrachtet.

Wer z.B. von Bangkok aus in den Süden Thailands nach Phuket, Krabi oder Ko Samui möchte, wird zunächst in ein zentrales Distributionszentrum nach Surrathani verfrachtet und von dort aus weiter kommissioniert.

Natürlich steigst Du mindestens in Surrathani einmal um. Mitunter auch noch irgendwo anders. Damit jeder auch in den richtigen Bus oder in das Boot steigt, klebt man sich bunte Aufkleber ans T-Shirt: die roten nach Phuket, die blauen nach Krabi und die gelben nach Ko Samui (oder anders). Verschwitzte Thais mit dem Auftreten von Oberfeldwebeln scheuchen ihr Frachtgut an den Distributionszentren zu den richtigen Verkehrsmitteln.

Zwischendurch tauschst Du Dein Ticket gegen irgendeinen obskuren Zettel mit kryptischen Nummern. Den wiederum musst Du später gegen einen klopapierartigen, gestempelten Wisch tauschen, der 200 km weiter als Gutschein für ein Bootsticket dient. Das Bootsticket kannst Du nach der Passage gegen ein neues Busticket einlösen…

„Thai logistics“ heißt die rätselhafte Prozedur bei Thaiminator. „Joint Ticket“ nennen Thailändische Reisebüros das Kombiticket für mehrere Verkehrsmittel.

Alternativen / selbst organisieren

Es geht auch ohne Songserm und Kollegen: Soweit möglich, im Land mit der Bahn fahren. Die Tickets gibt es natürlich in jedem Reisebüro und direkt am Bahnhof.

Am Zielbahnhof ein Taxi zum öffentlichen Busterminal nehmen, das es in jedem etwas größeren Ort in Thailand gibt. – Das geht auch am Hauptbahnhof von Surrathaini, der großen Drehscheibe Südthailands.

Vom öffentlichen Busterminal fahren Busse in alle Ecken der Region. Die Verständigung ist meist etwas umständlich, erst nach etwas Sucherei findet sich der richtige Bus. Öffentliche Busse sind in der Regel recht unbequem. Weiter als 150 km am Stück würde ich damit nicht fahren wollen. Im Ausgleich ist der Fahrpreis extrem günstig.

Lug & Betrug

Meine schlechten Erfahrungen:

Statt des gebuchten, teuren VIP Busses mit fetten, breiten Liegsitzen habe ich mich nach dem Umsteigen in einem engen Behelfsbus wieder gefunden. Da es aber nur noch 150 km waren, war es zu verschmerzen.
– Dass man in einfachere Busse als bezahlt gesteckt wird, haben mir schon einige Leute berichtet.

Etwas ärgerlicher war ein Vorfall, bei dem der Anschlussbus erst in 6 Stunden fahren sollte. Wer sofort weiter wollte, musste 200 Baht extra zahlen. – Auch dies eine nicht unübliche Praxis.

Ansonsten berichten Traveller, dass sie irgendwo an einem abgelegenen Busterminal abgesetzt wurden und nur nach Zahlung von ein paar Hundert Baht mit einer anderen Fuhre weiter kamen.

Anderen haben ihr Ticket gegen einen Gutschein tauschen müssen (eigentlich eine übliche Praxis, siehe oben), der vom Personal des nächsten Busses aber nicht akzeptiert wurde.

Schwerpunkt solch kleiner Gaunereien scheint Surrathani zu sein.

Entwarnung

Die meisten Fahrten verlaufen ohne alle Probleme. Davon bekommt niemand etwas mit. Kein Reiseführer und keine Internetseite berichtet großartig über Inlandsreisen, die einfach nur glatt verliefen. Ist zwar der Normalfall, aber völlig langweilig. Wenn also irgendwo über Schwierigkeiten mit Thailändischen Reiseunternehmen berichtet wird, ist dies eher die Ausnahme.

Viele, viele Reisende in Thailand hatten praktisch keine Schwierigkeiten. Panisch braucht niemand zu sein.

Lesererfahrungen

Suryo mailt zum Thema:

„Bin voll deiner Meinung. Wer den Thai- Service nicht zu schätzen weiß, soll zu Hause bleiben oder mal Indien probieren (als Vergleich, was alles schief laufen kann).

Habe mich in sechs Wochen einmal leicht geärgert über einen Chinesischen Mopedverleiher, war aber vorauszusehen.
Ansonsten hat alles super funktioniert.“

Doris mailt:

Mit dem Zug vom Flughafen in die Stadt klappt prima, wenn man den Ausstieg im Terminal gefunden hat. Dabei kann man sich noch prima verpflegen, dort wo auch das Personal sich verpflegt. Auch sonst ist Bahnfahren zu empfehlen, es gibt hygienische Verpflegung und wir mussten auch die Beine anheben, weil der Wagenboden während der Fahrt nass gereinigt wurde.

Paul mailt:

Eigentlich hatten wir immer gute Erfahrungen und sind immer pünktlich dort gelandet, wo wir auch hin wollten. Ausnahme war allerdings einmal Songserm, da das Bboot Suratthani-Samui-Phangan hoffnungslos und nahezu lebensgefährlich überfüllt war!