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Ballastfreie Reiseplanung. Ein Beitrag gegen den Informations-Overkill

Kostenlose Infokarten und Broschüren

Du kannst dich auf eine Reise nach Thailand vorbereiten wie auf ein Zweites Staatsexamen. Musst du aber nicht! Du musst nicht dicke Reiseführer durcharbeiten und 1.000 Fakten aufschreiben. In Thailand kannst du dich vor Ort gezielt mit allen Informationen versorgen, die dich interessieren.

Viele reisen informatorisch praktisch unvorbereitet ins Land der Freien. Es genügt es zu wissen, dass es Strand, lecker Essen und billiges Bier im Land gibt.

Einige Backpacker hingegen glauben, das Fehlen eines Deutschsprachigen Reiseleiters vor Ort durch umfangreiches Literaturstudium ausgleichen zu müssen.

Zudem mag man auch nicht als Ignorant und Kulturbanause gelten. Also beschäftigt sich mancher ausführlich mit den verschiedenen Handhaltungen an Buddhastatuen („feste Siegel“ oder „Mudras“, so die Fachbegriffe), bevor er wagt, einen Tempel auch nur anzusehen.

Für eine erlebnisreiche Reise in Thailand ist der informatorische Overkill jedoch auch für Individualreisende unnötig. Die meisten Reiseinformationen gibt es „just in time“ vor Ort in Thailand. Du brauchst dich nicht mit Informationen über all die Orte, die du ohnehin nicht besuchst, voll zu müllen. Decke dich einfach vor Ort mit dem Wissen ein, das dir dort nützt.

Landkarten, Stadtpläne und Infoflyer

Gratiskarten, -stadtpläne und Infobroschüren (meist mit fettem Aufdruck „FREE MAP“ oder „FREE COPY“) liegen in Thailand praktisch überall aus, wo sich Touris herumtreiben.

An jedem Ort liegen in Guesthouses und Kneipen die regional passenden Pläne aus. Die wichtigen Straßen und Sehenswürdigkeiten sind auf den Karten eingezeichnet. Im großen und ganzen findest du auf einer Gratiskarte ungefähr das, was auch einschlägige Reiseführer empfehlen. Letzterer ist somit überflüssig.

Die Gratiskarten sind werbefinanziert. Entsprechend sind die Lokalitäten der Werbepartner fett eingezeichnet. Bei den schlechteren Exemplaren verstecken sich die nützlichen Pläne eher unauffällig zwischen grellen Anzeigen. Egal, wer so was erwischt, werfe es umgehend in den Müll und besorge sich um die nächste Ecke einen besseren Plan.

Mit den Gratiskarten habe ich mich stets gut zurecht gefunden. Selbst für ausgedehnte Mopedtouren reichen die völlig. Besseres Material braucht nur, wer selbst ein Fahrzeug quer durchs Land lenken oder mit Linienbussen von einem kleinen Kaff zum anderen reisen.

Internet

Einen fetten Reiseführer willst du nicht mit dir durch die Welt schleppen, aber die oben erwähnten Handhaltungen des Buddha interessieren dich doch. Kein Problem, das Wissen der Welt ist in Thailand überall erreichbar: Internetcafes sind überall.

W-Lan (Wifi) funkt das Internet durch Guesthouses und Kneipen in Thailand. Mit dem Tablet oder Smartphone hast du Information der Welt in der Hand. Und da diese Webseite seit Sommer 2015 für Mobilgeräte optimiert ist, hast du (fast) alle Info, die du in Thailand brauchst, stets griffbereit.

Übrigens: Mit den beiden Suchbegriffen „Handhaltungen“ und „Buddha“ habe ich in 0,2 Sekunden (laut Google) unter anderem diese aufschlussreiche Seite zum Thema ergoogelt:
Handhaltungen bei Wikipedia
mehr muss kein Reisender zum Thema wissen!

Frag wen

Die Lieblingsbeschäftigung vieler Traveller in Thailand ist, übers Reisen zu reden. Die Tipps, die dir andere Reisende geben, sind aktuell, unabhängig und meist sehr zuverlässig.

Vieles habe ich in Thailand aufgrund einer Empfehlung getan und erlebt, viele Orte besucht, weil jemand mir davon vorschwärmte. – War jedes Mal gut. Zum Ausgleich sind etliche Leute aufgrund meiner Tipps irgendwo hin gefahren.

Der Infoaustausch auf Reisen ist unterhaltsam, aufschlussreich und angenehm subjektiv.

Zur Kultur Thailands empfehle ich, Thais zu fragen, denn die kennen sich damit besser aus als die meisten Reiseführerschreiber. Jedenfalls, was die alltäglich gelebte Kultur angeht. Denn Thais, die nicht gerade Kulturgeschichte studiert haben, wissen meist auch nicht viel über die Details bestimmter Kunstwerke und Bauten. – Genau wie viele Deutsche auch nicht die feinsinnigen Unterschiede verschiedener abendländischer Baustile auseinander halten können. – Und dennoch recht erfolgreich im eigenen Land leben.

Reisetagebuch: Der erste Augenblick in Thailand, Bangkok Flughafen, Anno Domini 1996: „Den leichten Schritt aus der klimatisierten Druckkabine der 747 stoppt unvermittelt eine unsichtbare Mauer aus gestapelter, dicker Luft. Ich reiße eine Handvoll heraus, zerreibe sie prüfend zwischen meinen Fingern. Warmes Wasser ist ebenso deutlich fühlbar wie winzige schwarze Partikel verbrannten Kerosins, Benzins, Diesels, ebenso Ozon in kritischer Konzentration. Dass sich das schwere und dreckige Zeug, das sich vor mir auftürmt, durchschreiten, geschweige denn atmen lässt, bezweifele ich sehr. Meinen Vorgängern gelingt es offenbar. Ich bin jung und stark (rede ich mir wenigstens ein), – also rein. Ich schaffe es bis zum Bus auf dem Rollfeld; jeder Atemzug strengt an.“