Geld

Reisebudget: Geld für die Thailandreise

Die Thailändische Währung heißt „Baht“. Das Symbol ist ein schräg durchgestrichenes „B“: ฿ . Oben siehst du Scheine zu je Tausend Baht. Der Tausender (entspricht etwa 20 bis 25 EUR) ist der wertvollste, aber auch der unbeliebteste Schein in Thailand. – Unten steht warum.

1. Währung: Baht (THB) – ฿

Wenn Du Euro in Baht umtauschst, bekommst Du nicht den offiziellen Wechselkurs. Die Geldwechsler zahlen etwas weniger aus. Die Differenz deckt deren Kosten und Gewinn. Mitunter kommen noch „Gebühren“ hinzu. Gibt es verschiedene Geldwechsler in der Nähe, lohnen Kursvergleiche.

Die Inflation war in Thailand in den letzten Jahren deutlich höher als in Euroland. Die Preise sind prozentual in den letzten Jahren üppig gestiegen.

Kostete eine Fahrt mit dem Songtau in Krabi jahrelang 30 Baht, so sind nun 50 Baht zu zahlen. Macht eine relative Preissteigerung von fast 70%, die ein Farang beiläufig bezahlt, während zahlreiche solcher Kleinbeträge in der Summe Thailändische Haushaltskassen massiv belasten können.

Ebenfalls sind die alten billigen Zimmer der frühen Backpacker fast völlig verschwunden. Inzwischen sollte man für ein Zimmer Übernachtung mindestens 500 Baht (ca. 10 Euro) einplanen. – Auch wenn man gelegentlich noch günstiger übernachten kann. Übrigens ist es preislich meist egal, ob man allein schläft oder sich das Zimmer teilt.

Umrechnungstabelle Thailändische Baht (THB)

Stand: 23.11.2017

EUR in THB umrechnen
1 EUR  38 THB
2 EUR  77 THB
3 EUR  115 THB
4 EUR  154 THB
5 EUR  192 THB
10 EUR  385 THB
100 EUR  3.847 THB
200 EUR  7.693 THB
300 EUR  11.540 THB
500 EUR  19.233 THB
1.000 EUR  38.466 THB
THB in EUR umrechnen
10 THB  0,26 EUR
20 THB  0,52 EUR
50 THB  1,30 EUR
100 THB  2,60 EUR
200 THB  5,20 EUR
300 THB  7,80 EUR
500 THB  13,00 EUR
1.000 THB  26,00 EUR
2.000 THB  51,99 EUR
3.000 THB  77,99 EUR
5.000 THB  129,98 EUR

2. Wie viel Geld einplanen? – Tagesbedarf (Update Mai 2015)

Das ist der Mindestbedarf…

…knapp kalkuliert für anspruchslose Reisende, die Geiz geil finden:

  • Übernachtung: Einfaches Zimmer, ab ca. 650 Baht (für ein oder zwei Personen).
  • Gutes Frühstück mit Eiern, Brot und frischem Kaffee, ca. 150 Baht
  • Mittagessen an der Garküche, ca. 100 Baht
  • Abendessen in einfacher Kneipe, ca. 120 Baht
  • Getränke (kein Alkohol!), Obst und Snacks, ca. 200 Baht
  • Fahrten im Nahverkehr mit Bus, Taxi, Tuk-Tuk oder Boot, ca. 250 Baht

Macht zusammen 1.470 Baht, also etwa 38,00 EUR (Stand Mai 2015 beim aktuell schwachem Euro, was einen für Europäer eher ungünstigen Wechselkurs bedeutet) – Sparfanatiker planen also rund 40,00 EUR pro Tag ein (inklusive Übernachtung).

Es es mitunter auch noch billiger. In der Provinz findest du gelegentlich noch eine Übernachtung für 250 Baht in einem sehr einfachen Haus ohne Komfort. Wer konsequent vegetarisch an Garküchen speist, spart ebenfalls ein paar Baht.

Aufpreisliste

  • Wer gerne in besseren Unterkünften schläft, legt noch mal mindestens 8 EUR pro Nacht und Person drauf
  • Wer ein paar Biere oder Cocktails am Abend nicht missen mag, zahlt pro Drink im Schnitt 2 EUR
  • Statt „Fried Rice“ an Garküche lieber gegrillter Fisch im netten Restaurant? 6 EUR zusätzlich!

Hinzu kommen während des Urlaubs:

pro Fahrt von Bangkok zu Reisezielen in entfernten Landesteilen hin und zurück(Strände im Süden, Trekking im Norden etc.) mit dem Bus (ca. 1.200 Baht, 26 EUR) oder dem Nachtzug (ca. 1.800 Baht, 40 EUR).

Besichtigungen, Ausflüge, Eintritt, Hobby, Sport etc., pauschal einfach 100 EUR einplanen (ein Tauchkurs ist damit nicht bezahlt, der kostet extra!)

Shopping? Je nach persönlicher Kauflust eine großzügige Pauschale kalkulieren

Reserve: mitunter findest du kein billiges Zimmer und musst teuer schlafen oder die billigen Plätze in Bahn und Bus sind ausgebucht etc. Nimm mindestens 25% des geplanten Budgets zusätzlich mit.

Beispielhafte Preise in Thailand

Restaurant/Bar
Günstige Mahlzeit (Streetfood), ab  40 THB  1,04 EUR
Günstige Mahlzeit (Restaurant), ab  100 THB  2,60 EUR
Wasserflasche 0,33 l  9 THB  0,23 EUR
Cola 0,33 l  18 THB  0,47 EUR
Lokales Bier 0,33 l  80 THB  2,08 EUR
Cocktail  600 THB  15,60 EUR
Supermarkt
Reis 1 kg  38 THB  0,99 EUR
Weißbrot 500 g  37 THB  0,96 EUR
Bananen 1 kg  39 THB  1,01 EUR
Wasserflasche 1,5 l  15 THB  0,39 EUR
Lokales Bier 0,6 l  50 THB  1,30 EUR
Verkehr
Taxi Start  35 THB  0,91 EUR
Taxi 1 km  10 THB  0,26 EUR
Nahverkehrsticket  20 THB  0,52 EUR
Freizeit/Kultur
Eintritt Königspalast  250 THB  6,50 EUR
Massage 1 h  200 THB  5,20 EUR

Trinkgeld? – Trinkgeld!

Ja, Trinkgeld! 10% oder 20 Baht sind das Mindeste. Es darf auch mehr sein.

3. Geld wechseln in Thailand

Basistipps

  • Nimm eine Kreditkarte mit
  • Tausche bei Ankunft sofort am Flughafen oder an der Grenze den Tagesbedarf für die ersten paar Tage!

Banken und Money-Changer

In Thailand tauschst Du grundsätzlich günstiger als in Deutschland!  Du braucht vorab kein Thaigeld teuer zu besorgen. Bereits am Flughafen in Bangkok, Phuket oder Chiang Mai wechselst Du günstiger als bei Deiner Bank in Deutschland.

In Touristenvierteln kannst Du fast immer Geld wechseln; einen  Geldwechlser findest du meistens. Da inzwischen die meisten Touris ihr Geld mit der Kreditkarte am Geldautomaten (ATM) abholen, müssen Reisende nur selten mal Banken betreten.

Kreditkarten

Kreditkarten – und vor allem die von Visa (keine gesponsorte Werbung von Visa, das ist einfach so) – sind inzwischen Standardausrüstung für Touristen in Thailand.

Unzählige ATM (Automatic Teller Machine = Gelautomat) beliefern dich in Städten und Dörfern rund um die Uhr mit Bargeld.

EC – Karten (MAESTRO)

Manche Automaten akzeptieren auch EC Karten – Achte auf das MAESTRO – Symbol! – Allerdings längst nicht alle, weshalb EC Karten allein zu unsicher sind und allenfalls als Ergänzung taugen.

Die Gebühren sind bei EC Karten angeblich höher als bei Kreditkarten.

Geldautomaten – ATM

(ATM – „automatic teller machine“) in jedem größeren Ort. Nehmen Kreditkarten.

André mailt, dass „so ziemlich alle Automaten für das Abheben von Bargeld 150,- Baht Gebühr kassieren“.

Traveller Cheques („TC“)

Hasta la vista, liebe Traverschecks…

Die waren jahrzehntelang mein Favorit auf Reisen: extrem sicher und zuverlässig (wenngleich etwas umständlicher als es ist, eine Karte in einen Automaten zu schieben).

Anfang 2014 informiert mich meine Hausbank, dass es die Travellerschecks von American Express bald nicht mehr gibt. Noch lösen Thailändische Geldwechsler die aber ein.

Das Geschäftsmodell der TC Anbieter löst sich offenbar gerade in Luft auf: Die reisende Mittelschicht in den wohlhabenden westlichen Ländern ist inzwischen ebenso flächendeckend mit Visakarten ausgestattet wie jedes halbwegs attraktive Reiseziel dieses Planeten mit Geldautomaten. Wer braucht da noch Reiseschecks? Die Dinger sind zwar sicherer als Karten. Allerdings empfinden viele deren Handhabung als ziemlich umständlich.

Geschäftstüchtig

Glücklich grinsend huscht die kleine Verkäuferin mit den Geldscheinen, die ich ihr gerade gegeben habe, über ihr Sortiment. – Ein sicheres Zeichen, das es viel zu viel war. Mit der Geste beschwört sie die Götter, ihr mehr Farang-Deppen wie mich zu schicken, die Wucherpreise für ihre Ware zahlen. Mich lehrt die Geste: 200 Baht war die frisch erworbene Sonnenbrille nicht wert.

Während der ersten Tage in Bangkok schützen weder langjährige Thailand-erfahrung noch ein Prädikatsexamen in Ökonomie vor schlechten Geschäften.

Dabei fühlte ich mich so sicher, hatte ich doch zuvor noch einen Tuk-Tuk Fahrer von 160 auf 85 Baht runtergehandelt. Aber die Fahrt hätte ich vermutlich auch für 50 Baht gekriegt. Und Eigentümer der Sonnenbrille wäre ich wohl auch für 120 Baht geworden (oder ist das auch noch zu viel?)

Trotz Liberalisierung des Rabattgesetzes: Deutsche haben keine tägliche Übung im Handeln, Thais schon. Ein geldwerter Vorteil. 1:0 für Thailand.

Aber ich sehe es so: Für 2 Euro sind wir zu zweit quer durch Bangkok gefahren; meine neue Sonnenbrille ist enorm cool und hat 4 Euro gekostet. Und verglichen mit Bangkoker Straßenhändlern bin ich reich, reich, reich!

Bank Holiday

An einem mir unbekannten Malaiischen Feiertag, kam ich mit dem Nachtbus aus Thailand in Kuala Lumpur an und wollte Schecks einlösen… Schade: ohne Kreditkarte musste ich Dollarnoten zu einem brutalen Wucherkurs bei einem Schwarzhändler tauschen. – In Thailand ist das etwa zu Sonkran (14. April) auch nicht anders…

Majestätsbeleidigung

Es grenzt übrigens an Majestätsbeleidigung, auf eine herabgefallene Münze oder einen Geldschein zu treten. Schließlich schmückt das Antlitz seiner hochverehrten Majestät, König Bhumiphol Adulyadej die alle Scheine und Münzen. Wer also in Thailand auf Geld tritt, tritt symbolisch dem König auf den Kopf. Das wiederum mögen die meisten Thais überhaupt nicht.

Preispolitik

An einem Straßenstand kaufen Thaikids schwarzen Reis mit Kokosmilch für 30 Baht. Sieht gut aus, will ich auch.

Ich bestelle eine Portion und reiche der Verkäuferin 30 Baht. Die schüttelt den Kopf: „50 Baht!“. Ich weise sie auf ihren Irrtum hin. Die Frau lächelt: „50 Baht, – Farang 50 Baht!“

„Kundenorientierte Preisbildung“ steht dazu im Marketinglehrbuch. Der Reis ist lecker und letztlich immer noch wirklich billig.

1.000 Baht Scheine

1.000 Baht: Dafür arbeiten Thailändische Hilfsarbeiter mehrere Tage. Garküchen abseits der Touristenviertel kochen mehr als 25 Mahlzeiten, bis sie die umgesetzt haben. Kurzum: 1000 Baht sind viel Geld, das nicht jeder Thai einfach in der Tasche hat und somit auch nicht mal ebenso wechseln kann. Entsprechend winken viele ab, wenn du damit bezahlen willst. Achte also darauf, dass Geldwechsler dir kleine Scheine (wenige 500er, am besten 100er) geben!

1.000 Baht sind übrigens etwa 26 Euro (im Mai 2015).