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Das Wichtigste über Rucksackreisen nach Thailand

„Rucksackreisen nach Thailand, kann ich das auch?“ „Na klar, das kann jeder“, lautet die Antwort. Thailands Infrastruktur für Individualtouristen ist zuverlässig, günstig und gut ausgebaut. Reisebüros, Transportmöglichkeiten und Unterkünfte gibt es massenweise. – Erfahrungsgemäß ist es einfacher, ein günstiges Zimmer am Golf von Siam zu bekommen als an der Nordsee.

Checkliste vor der Reise

Hier ist die Mindestausrüstung. Du brauchst…

  • ein Flugticket
  • einen Reisepass
  • Geld
  • ein Visum brauchst Du nur, wenn Du länger als 30 Tage in Thailand bleiben willst.
  • ein paar (nicht zu warme) Sachen und Sandalen in Rucksack oder Tasche
  • Impfungen oder Malariavorbeugung, wenn du dich dafür entscheidest. – Frage eine Ärztin / einen Arzt!

Was du sonst noch dringend brauchst, entscheide selbst (Sportgeräte, Fotoausrüstung, Laptop, Tablet, Bücher etc.).

Wie geht’s in Thailand weiter?

Der Tipp ist nicht originell, funktioniert aber absolut problemlos: In Bangkok auf dem (neuen) Suvarnabhumi Flughafen (Bangkok International Airport) angekommen, nehme die Bahn in die City. Fahre bis zur Endstation in der Stadt und nimm dort ein Taxi (es gibt auf den Straßen immer welche; Fahrtkosten ca. 100 – 150 Baht) zur „Khao-San-Road“ im Stadtteil „Banglampoo“. In der Khao-San-Road und in den umliegenden Straßen wollen dich ein paar hundert Herbergen als Gast gewinnen. Du findest garantiert ein Zimmer.

Ebenfalls wollen Dir dort unzählige Reisebüros eine Fahrt in alle Ecken des Landes andrehen. Such Dir was Schönes aus…

„Individualreisen“ (sic!)

Jemand kommt per Flugzeug in Bangkok an. Ganz individuell mit dem Airportbus nach Banglampoo, dort ganz individuell einen Trip irgendwohin buchen.

Wenngleich jeder für sich selbst entscheidet, wohin es gehen soll, ziehen die Horden des Individualtourismus über ausgelatschte Trampelpfade. Unzählige, scheinbar unabhängige Einzelentscheidungen bilden eine stabile Ordnung heraus. Weniger theoretisch: Zieht ihr auf eigene Faust durchs Land, so trefft ihr stets die selben (nicht nur die gleichen, sondern buchstäblich die selben!) Leute wieder. Und zwar in Läden, die immer gleich aussehen und so ziemlich das Gleiche anbieten.

Thailändischer Individualtourismus ist letztlich keiner und führt sich ad absurdum. Gleich mehrfach allegorisch dazu Alex Garlands Buch „The Beach“: Wen wundert’s, dass diese Geschichte der vergeblichen Suche nach dem unberührten Paradies im Golf von Thailand als zerlesenes Paperback in wirklich jedem Guesthouse herumfliegt und in etlichen Kneipen allabendlich als Video läuft.

Immerhin bleibt die Illusion, doch ganz anders unterwegs zu sein als die Neckermänner und -frauen. Schließlich kann sich in Bangkok jeder selbst entscheiden, ob’s nach Chiang Mai, Ubon oder Ko Samui gehen soll, oder?

Geben wir uns also dieser Illusion hin und genießen dabei den großartigen Service des Thailändischen low-budget Tourismus.

Bequem ist es. Exotisch soviel man will. Wunderschön sowieso. Nach wie vor billig. Und lächelnde Thais sind überall. Coca-Cola und die Bildzeitung übrigens auch.