Guesthouse in Bangkok

Unterkunft, Guesthouse, Bungalows und Hotels in Thailand

Du kannst Dein Haupt auf die mehr oder weniger weichen Kissen von „Hotels“, „Guesthouses“, „Homestays“, „Bungalows“, „Lodges“ sowie „Resorts“ betten. Wie sich die Herberge selbst nennt, sagt nicht immer etwas über die Qualität. – Das Bild oben zeigt ein Zimmer der 12-15 Euro / Nacht Klasse (mit AC = Klimaanlage) eines Guesthouse in Bangkok.

Wer seinen Rucksack durch Thailand schleppt, stellt diesen meist in Zimmern so genannter „Guesthouses“ ab.

Juristisch gesehen sind Guesthouses Hotels ohne Hotellizenz. Praktisch gesehen sind es günstige Absteigen für Spartouristen. Mittlerweile hat das Komfortniveau vieler Guesthäuser allerdings schon 2 oder 3 Sterne verdient.

Komfortfreie, runter gekommene Billigstbuden werden selten.

In Strandnähe laden häufig Anlagen mit Bungalows und Hütten zum Wohnen ein.

Unterkunft finden…

Das Internet ändert auch den Markt für Gästezimmer in Thailand. Noch (Sommer2015) findest du Zimmer, indem du dich vor Ort umschaust oder den oft gegenwärtigen Schleppern folgst.

Aber immer mehr Angebote sind inzwischen im Netz gelistet und immer mehr Touris klicken sich mit Smartphone und Tablet durch Buchungsportale und buchen Zimmer übers Web.

Auf meiner letzten Reise hatte ich mein Tablet dabei. Die meisten Unterkünfte sind mit W-Lan (WiFi) ausgestattet. Somit konnte ich gemütlich auf dem Bett liegen und meine nächste Unterkunft erklicken. – Hat gut geklappt!

In der Weltstadt findest Du reichlich günstige Zimmer in der Gegend um die Khao San Road, zu der Dich jeder Taxi- und Tuk-Tuk-Chauffeur gerne fährt. Der Standard ist zwar meist schlicht, steigt aber kontinuierlich.

Jedes Jahr finde ich dort mehr Häuser mit etwas anspruchsvolleren Räumen (licht und luftig, freundlich gestrichen, gutes Bett, Klimaanlage, gepflegtes eigenes Bad, ab 500 Baht), wohingegen die billigen Bäckpäckerbuden (Matratze auf blankem Boden, Bad auf dem Flur, Ventilator, ab 100 Baht) aussterben.

Ebenfalls bieten zahlreiche Häuser in den Seitenstraßen („Soi“) entlang der Sukhumvit Road (in der Nähe der Nana Plaza) Zimmer an. Wie das Preisniveau ist dort auch der Standard etwas höher als an der KSR.

Die sichere Variante ist die Zimmervermittlung am Flughafen. Die haben immer etwas. Allerdings sind die Zimmer stets sehr deutlich teurer als das, was man/frau sich selbst sucht.

Manche Busgesellschaften haben Verträge mit Guesthouses oder Hotels geschlossen. Die Busse halten nach langer Fahrt rein zufällig direkt vor dem Empfang einer Herberge. Solche Praktiken können wir als Geschäftemacherei verurteilen. Wir können aber auch den Service genießen, uns dort umsehen und einfach bleiben, wenn’s gefällt.

Sonst stehen bereits am Bahnhof oder Busterminal, wo Du ankommst, Tuk-Tuks oder Songtaus, die ebenfalls rein zufällig das eine oder andere Guesthouse oder Hotel kennen, das rein zufällig noch ein Zimmer für Dich frei hat. Mitunter fahren die Wagen sogar gratis zum Vertragshotel.

Bisher konnte ich auf meinen Reisen in Thailand stets auf das Provisionssystem vertrauen. Die Häuser, zu denen die Schlepper mich geschleppt haben, waren meist gut. Lange suchen musste ich nie.

Kommst Du per Boot auf eine Insel, dann warten meist schon am Bootsanleger Schlepper von Bungalowanlagen auf Dich. Meist fahren die Dich sogar kostenlos zu ihrer Anlage. Such Dir ein Angebot aus, das Dich anspricht, und fahr mit. In der Regel machst Du nichts falsch. Die meisten Anlagen in einer Gegend, an einem Strand, ähneln sich stark.

Du kannst nach der Besichtigung auch woanders hin gehen. Vielleicht blicken Dir die Besitzer der Anklage grummelnd hinterher, aber das war’s auch schon. Hinter der nächsten Ecke wartet in Thailand immer das Paradies.

Bungalow Ko Samui

Erfahrungsgemäß ist es einfach, immer und überall eine Herberge in Thailand aufzutreiben. Wenn Du zu faul zum Suchen bist: Stell’ Dich mit geschultertem Rucksack und möglichst blödem Gesicht irgendwo hin. Innerhalb der nächsten 5 Minuten wirst Du garantiert angesprochen: „You need a room? I show you! Very cheap!“ Das klappt teils wegen der legendären Hilfsbereitschaft der Thais, vor allem aber wegen des ausgefeilten Provisionssystems.

Üblicherweise bucht man Zimmer stets nur für eine Nacht und verlängert jeden Tag, wenn man will. Somit kann man sich ruhig von einem Schlepper etwas andrehen lassen, dort eine Nacht probeliegen und ggf. am nächsten Tag etwas Besseres suchen.

Komfort & Kosten

Unterste Kategorie

Sie sterben aus, doch es gibt sie noch, die klassischen Bäckpäckerabsteigen der Komfortstufe „extra low“: Keine Möbel, außer einem Bett (meistens gibt es ein Bett, manchmal aber auch nur eine Matratze auf dem Boden), Neonröhre unter der Decke, ein Ventilator, der die heiße Luft bis in die hinterste Ecke verteilt und auf keinen Fall kühlt, Sperrholzwände, mitunter sogar gestrichen, Gemeinschaftsbad & -klo im Flur oder auf dem Hof. Dafür billig: Ab 100 Baht (ca. 2 Euro) für das Einzelzimmer in der Provinz, abseits touristischer Highlights. Ab etwa 200 Baht (ca. 5 Euro) in Bangkok. Je nach Nachfrage oder Attraktivität des Gebäudes oder der Gegend auch (deutlich) teurer.

Mittelklasse

Das ist inzwischen Standard: Ein Bett, ein Tischchen, ein Stuhl, die Wände mehr oder weniger nett gestrichen. Bad mit Sitzklo am Zimmer (das heißt dann „Private Bathroom“) und Klimaanlage. Alles sauber und ein wenig steril.

In der Provinz bekommst du solch ein Zimmer ab 400 Baht. In Bangkok oder in der Nähe beliebter Strände zahlst du mindestens 600 Baht oder mehr dafür.

Oberklasse

Natürlich brauchst du einen Fernseher. Thai-Gameshows sind kulturelle Highlights, die niemand verpassen sollte. Fließend heißes Wasser ist ebenfalls sehr nützlich bei 35 Grad im Schatten.

Die Oberklasse bietet neben solchem eher überflüssigen Luxus vor allem ein etwas gediegeneres Ambiente. Dafür bist du 1.000 Baht und mehr los.

Frühstück ist in der Regel nicht im Preis, jedoch oft erhältlich im angeschlossenen „Restaurant“ (Thai-Breakfast – Reissuppe – ab 20 Baht; Kaffee / Tee plus Brot ab 50 Baht). Die Qualität der Küche liegt zwischen „essbar“ und „5-Michelin-Sterne-Weltklasse“, – der Preis ist dafür kein Indikator.

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Bye bye Bäckpäckerromantik

Zimmer der untersten Komfortstufe werden rar. Die alten, schangeligen Bäckpäckerkaschemmen in Thailand rüsten zumindest mit Farbe und Mobiliar auf. Auch schlichte Häuser verwalten ihre paar Gästezimmer inzwischen mit dem PC; zunehmend gibt es hübsch geflieste Waschräume mit Sitzgelegenheit. Hin und wieder ziert ein Kunstdruck die Wand. Klimaanlagen sind inzwischen Standard. Auch wenn die meisten Guesthouses noch lange keine echten Hotels sind, ihre Besitzer arbeiten daran.

Neue Häuser sind von vorn herein auf gestiegenen Komfort (= höhere Erträge!) ausgelegt.

Der Standard steigt allgemein, damit auch die Preise; wenngleich immer noch voll BAföG – kompatibel. Ein sauberes, ansprechendes Zimmer mit eigenem Bad und Klimaanlage ist ab etwa 500 Baht zu haben. Wie es in Thailand gerade Trend ist: weniger Backpackerromantik, dafür besserer Schlaf.

…die Hippies werden alt…

Klos im Guesthouse („Hong Nam“)

Voll für’n Arsch: Wasserbottich und Schöpfkelle neben dem Klo, das in Thailand „Hong Nam“ heißt. – Oder moderner der Wasserschlauch mit Brauseventil. Thais waschen sich (mit der linken Hand!) und nehmen selten Papier. Den Europäischen Brauch, sich mit Papier zu verschmieren, empfinden viele Asiaten als extrem unhygienisch und halten Europäer somit für ziemliche Schmutzfinken. Hygienisch ist nach herrschender Asiatischer Meinung nur, sich zu waschen.

Es gibt in allen Supermärkten Klopapier. – Aber nicht auf allen Toiletten… – Für Papier (sowie Tampons, Tempos, Kondome etc.) sind Thailändische Abflussrohre nicht geschaffen, verstopfen dann schnell. Wirf das also bitte nicht in die Schüssel. – Daher findest du auf fast jedem Klo einen diskreten Eimer: Papier usw. nach Benutzung zusammenfalten und rein damit!

Restroom

Vokabeln: Beherbergung

Private Bath(room): eigenes Bad am Zimmer

Shared Bath(room): Gemeinschftsbad (auf der Etage)

Air Condition: Klimaanlage

Fan: Ventilator

Single: Zimmer für eine Person

Twin: Zimmer mit zwei separaten Betten

Double: Zimmer mit Doppelbett

Triple: Zimmer für drei Personen

Dorm: Schlafsaal

Dabeihaben:

  • Bettbezug als Decke, nicht überall vorhanden; manchmal ziemlich gammelig. Schlafsack oder richtige Decke sind zu warm!
    Ein Daunenschlafsack ist in Thailand ein Folterinstrument! Viiiieeeellll zu warm!
  • Klopapier: selten vorhanden, gibt’s in jedem Laden in Thailand.
  • Handtuch: Liegt zunehmend in den Räumen, ist aber noch nicht allgemeiner Standard.