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Unruhen & Aufstände
im Süden von Thailand

Unruheregion in Thailand

Seit Anfang 2004 verübten radikale Muslims im Süden Thailands mehrere Anschläge, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte brutal reagierten.
Insgesamt sind mehrere Hundert Menschen umgekommen. 
Die südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani stehen seither unter Notstandsrecht.

Bei der ersten großen gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen bewaffneten Aufständischen und den Sicherheitskräften am 28. April 2004 wurden über 100 Personen getötet.

Im Zuge einer Demonstration am 25.Oktober 2004 in Tak Bai (Narathiwat) im äußersten Süden Thailands wurden 6 Demonstranten erschossen, 78 kamen während des Transports in ein Lager ums Leben, weitere werden vermisst. Eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen. Militante muslimische Kämpfer drohten, nunmehr massiv durch Selbstmordattentate zurückzuschlagen.

Wie am 2. November gemeldet wird, haben Aufständische den buddhistischen Vizebürgermeister eines südthailändischen Ortes geköpft.

Die betroffene Region an der Grenze zu Malaysia zählt nicht zu den beliebtesten Ferienzielen in Thailand (wie etwa das weiter nördlich gelegene Krabi, Kho Samui oder Phuket).

Die Auseinandersetzungen richten sich bislang nicht gegen Touristen oder Ausländer allgemein.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Thailand rund 450 Soldaten in den Irak entsandt hatte.

Die neue Staatsführung, die durch den Putsch vom 19. Sept. 2006 an die Macht kam, hat ein moderateres Vorgehen gegen die Aufständischen angekündigt.

Was sagt das Auswärtige Amt?

Stand Mai 2007:

"Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia, die südlichsten Provinzen Thailands, wird aufgrund der anhaltenden Unruhen dringend abgeraten."

Nach einer Anschlagsserie in der Stadt Yala am 14. Juli 2005 erklärte die thailändische Regierung am 20. Juli 2005 den "besonderen Notstand" für die drei südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani.

Seit Anfang 2004 verzeichnet der Süden Thailands eine Welle von Anschlägen radikaler Angehöriger der muslimischen Bevölkerungsminderheit gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten.

Am 16.09.2006 kamen bei 6 koordinierten Bombenanschlägen im Zentrum der Stadt Hat Yai (Provinz Songkhla) 4 Menschen ums Leben. Darunter befand sich auch erstmals ein kanadischer Staatsangehöriger.

Für Thailand muss daher von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen der thailändischen Sicherheitskräfte oder allgemein des thailändischen Staates sein. Aber auch beliebte Tourismusziele und Urlaubszentren, die Verkehrsinfrastruktur (z.B. Flughäfen) sowie große Einkaufszentren können davon nicht ausgeschlossen werden, insbesondere weil mehrere Terrorgruppen Anschläge auch gegen touristische Reiseziele angedroht hatten.

Bisher gab es in Thailand jedoch –keine– Anschläge außer in den unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie in der benachbarten Provinz Songhla.

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